Dollhouse: Was ist schief gelaufen, Mr. Whedon?

Dollhouse: Was ist schief gelaufen, Mr. Whedon?
Soll nach dem Willen von Serienschöpfer Joss Whedon mit einem Knall zu Ende gehen: „Dollhouse“
(c) 2009 FOX

In einem Interview mit der Chicago Tribune hat „Dollhouse“-Schöpfer Joss Whedon zum ersten Mal ausführlich berichtet, was aus seiner Sicht im Puppenhaus verkehrt gelaufen ist. Kritik übt Whedon vor allem an FOX und dem Network-Fernsehen. Doch macht das Interview auch die Schwächen des „Dollhouse“-Kozepts selbst sichtbar.

Es ist erstaunlich: „Dollhouse“ wird in der zweiten Staffel besser und besser. Wie die beiden Folgen vom vergangenen Freitag („The Public Eye“/„The Left Hand“) wieder unter Beweis gestellt haben. Inzwischen glänzen sogar die Episoden, in denen Eliza Dushku eine größere Rolle spielt ((Serienjunkies vom 28. Oktober 2009)), während sich Victor-Darsteller Enver Gjokaj erneut selbst übertrifft. Am Schicksal der Serie ändert dies jedoch leider nichts. Die Absetzung ist beschlossene Sache. Die Dreharbeiten zur letzten Folge der Serie - „Epitaph Two: Return“ - werden gerade vorbereitet.

„Dollhouse: Was ist schief gelaufen, Mr. Whedon?“ nachzulesen bei Serienjunkies

Dollhouse“-Autor Joss Whedon zufolge wird die letzte Folge auch tatsächlich das Ende der Serie sein; eine Fortsetzung in einem anderen Medium wie Kino, Comic oder Web-Serie kommt für ihn nicht in Frage. Der Schöpfer von TV-Meisterwerken wie „Buffy the Vampire Slayer“ und „Firefly“ bekennt im Interview sehr offen, dass ihn die Erfahrungen mit „Dollhouse“ niedergeschlagen haben. Zudem äußerte er seine Frustration darüber, dass die Serie am Anfang noch nicht so weit entwickelt war - und die Zuschauer deshalb ihren Selbstfindungs-Prozess zu sehen bekamen.

Was nun die Schwierigkeiten angeht, mit denen „Dollhouse“ von Beginn an konfrontiert war, so sagt Whedon im Interview mit der Chicago Tribune, dass es aus seiner Sicht weniger die Mischung aus abgeschlossenen Einzel- und übergreifenden Mythologie-Folgen war, wodurch „Dollhouse“ Probleme bekam, sondern vielmehr „weil das Network vom Konzept abgerückt ist, nachdem sie es fünf Minuten vorher gekauft hatten.“ In der Vision, die Whedon von der Serie hatte, sollte dem Thema Sexualität und Fantasie eine viel größere Rolle eingeräumt werden. Dabei sollte es um Fragen von Liebe, Intimität und Beziehung gehen. Darum, wie wir unsere Wünsche (auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen und Erinnerungen) auf andere Menschen projizieren.

Der Aspekt der sexuellen Ausbeutung sollte davon nur ein Teil sein. Ebenso war ursprünglich vorgesehen, dass „Dollhouse“ ein wesentlich größerer Genre-Mix sein sollte - und sich die Geschichte nicht nur in SciFi/Thriller-Bahnen bewegt. Für Whedon liegt das größte Problem mit „Dollhouse“ darin, dass es eine Serie sein sollte, in der es im Kern um Sexualität geht, sich bei den Networks das Rad der Zeit im Augenblick jedoch eher wieder zurückdreht, hin zum alten Doppelstandard: „Folter - Großartig! Sex - Das ist so böse!“ Daher sei der Serie der eigentliche Kern verloren gegangen; auch wenn es den Machern immer wieder gelungen sei, zumindest am Rande die ihnen wichtigen Themen von Identität und Fremderwartung aufzugreifen.

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Christian Junklewitz am Montag, 7.Dezember 2009 12.00 Uhr

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23 Leserkommentare

baiRforce1 vor 3 Jahren:Platz 95 in der Community Top-100

Das regt mich schon wieder auf.

Fox hat wieder geschafft eine Joss Whedon Serie zu ruinieren.

Die sollten die Arbeit lieber mal den Fachleuten überlassen als sich immer wieder in Serienkonzepte einzumischen.

Diese Leute sollte man alle feuern.

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MichaBln vor 3 Jahren:

Ob das, wie JW nun im Interview miteilt, eigentliche Serienkonzept erfolgreicher gewesen wäre, mag ich bezweifeln. Zumal der ursprüngliche (und um Längen bessere) Pilot dem aktuellen Konzept von Dollhouse (Serial-Thriller) viel ähnlicher ist als das was JW da erzählt.

Davon abgesehen waren die letzten beiden Episoden richtig gut, und Victor als Topher ist bisher auf Comedy-Seite das absolute Highlight der Serie.

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Bosco vor 3 Jahren:Platz 30 in der Community Top-100

Dieses mal hat Whedon es ganz allein geschafft die Serie zu ruinieren, selbst wenn das Network ein anderes Konzept forderte, muss man einfach sagen, dass die Umsetzung einfach nicht sonderlich gut war.

Wenn er selbst eine Serie über Sexualität machen wollte, frage ich mich, warum er überhaupt zu einem Network geht.

Whedon macht sich etwas vor, wenn er irgendwo anders, als bei sich selbst nach dem Grund für das Scheitern sucht.

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Vincent the Dog vor 3 Jahren:Platz 65 in der Community Top-100

Bezüglich des letzten Abschnitts muss man (und bei mir wird das mittlerweile fast schon gebetsmühlenartig) wiederholen, dass zuerst Fox einen Entwicklungsvertrag mit Dushku abschloss, die dann Whedon ins Boot holte - ohne Dushku also keine Serie. So ist ja auch BOSTON DIVA die zweite Produktionsfirma, nicht Whedons (im übrigen ja auch offiziell 'in the Attic' gepacktes) Mutant Enemy. Natürlich mag es dann immer noch 'falsch' von Whedon gewesen sein, für die Zusammenarbeit mit Dushku und Fox gerade das Dollhouse-Konzept zu wählen.

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Bosco vor 3 Jahren:Platz 30 in der Community Top-100

Wenn man eine Serie mit Eliza Dushku macht, muss man sich eigentlich auf SciFi und oder Action beschränken. Ein charakterbasiertes Drama kann man mit ihr nicht umsetzen, auch wenn sie sich etwas verbessert hat. Letztlich hat sie aber nie verschiedene Figuren gespielt, sondern war nur anders verkleidet.

Dann kann man aber auch gleich eine normale Undercover-Serie machen.

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NatalieMars vor 3 Jahren:Platz 79 in der Community Top-100

Ich könnte mich auch schon wieder aufregen, wenn ich das lese. Ich finde es SO unverschämt, dass Sender SO in dem Plot rumrühren, wie Bäcker bei der Arbeit. Ich finde, das sollte man wirklich verbieten. Ich frag mich aber auch, warum Joss immer wieder den Fehler macht und das mit sich machen lässt. Dann sollte er sich einen anderen Sender suchen, der seine Story so annimmt wie sie ist. (was jetzt leichter klingt als getan).

Und was Eliza angeht. Ich mag sie unheimlich gerne. Aber wie oft schon gesagt, ist sie eher im Action bereich aufgehoben. Und das ist ja nix schlimmes. Aber wenn Joss das beachtet hätte und jemand anderen gesucht hätte, wäre die Serie vielleicht besser angekommen....man weiß es nicht.

Aber ich hoffe, dass Joss beim nächsten Projekt mehr auf den Tisch haut und dem Sendern sagt, wer die Hosen anhat.

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rkasiuk vor 3 Jahren:Platz 94 in der Community Top-100

Nicht ganz außer Acht sollte man lassen, dass hier vor allem auch der ZUSCHAUER die Hosen an hat. Viele Stellen können nun gegenseitig der jeweils anderen die Schuld zuschieben und über Ideen und Konzepte streiten, Fakt ist allemal - Dollhouse war in der ersten Staffel langweilig bis zum geht-nicht-mehr. Es lag nicht am Cast, es lag einfach an einer unzugänglichen Story, die dem Zuschauer keine Identifikationspunkte ließ und darüber hinaus auch mit keinen anderen Qualitäten fesseln konnte. Dollhouse hat sich im letzten Drittel der ersten Staffel stark verbessert und wird nun von Folge zu Folge besser - jedem in der Produktionskette, von Producer bis zum Network sollte jedoch klar sein, dass DAS nicht reicht, wenn der Kunde Zuschauer zufrieden sein und wieder einschalten soll.

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PaulBrusewitz vor 3 Jahren:

Die Hosen hat der an, der bestellt und bezahlt.

Joss Whedon ist einfach der König der belanglosen Serien. Da auch Herr Whedon seine Miete bezahlen muß, hat er einem Konzept zugestimmt, von dem er von Anfang an selbst nicht überzeugt war. Die Alternative wäre gewesen einfach NEIN zu sagen. Davon das man immer nur NEIN sagt und sich mit seinen genialen Serienkonzepten von allen unverstanden und allein gelassen fühlt, kommt aber kein Geld in die Haushaltskasse. Also Augen zu und durch und eine neue belanglose Serie produziert - auch wenn es nur für ein / zwei Staffeln reicht.

MfG

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Anubiz vor 3 Jahren:Platz 9 in der Community Top-100

hab nie verstanden, was die Leute gegen die erste Staffel hatten, sie war nicht großartig, aber gut, nur scheint das nicht zu reichen, wenn wo Whedon draufsteht …

da guckt man lieber was, was deutlich schlechter is, aber da steht ja auch dann nicht Whedon drauf.

was ich aber nie verstehen werde, warum geht er nicht zu nem Cable mit seinen genialen Ideen? und dann auch noch zu FOX! aus Fehlern sollte man doch lernen …

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Kaylia vor 3 Jahren:Platz 64 in der Community Top-100

Ich hab auch nicht verstanden wieso er wieder zu FOX ist.

Ich meine in einer Serien rumzurühren, sie zuverändern, schlechter zu machen und ein Serial an den Freitagabend zu setzen...das ist das Dümmste, was man machen kann.

Und was mich eh am meisten aufregt, GERADE JETZT WIRD ES GENIAL.

Die letzten 3 Folgen (4, 5, 6) waren einfach typisch Whedon... Twists, Turns, krank und einfach toll.

Die erste Staffel war ok, aber nicht berauschend und NUN langsam wird es so RICHTIG gut...

Blöderweise wird es nun abgesetzt, wo es endlich qualitativ gut wird... zum Haareausreißen ist das,.

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skitt vor 3 Jahren:

Joss sollte dem Sender endlich den Rücken kehren, die haben den gar nicht verdient...

Wenn ich den Namen Fox nur hoere, stellen sich mir die Nackenhaare auf...wie viele gute Serien wegen denen schon abtreten mussten...

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sjunk vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

JW hat aus meiner Sicht primär ausreden für sein Scheitern. Allerdings wäre ein Konzept aus Sicht der Kunden wohl etwas interessanter gewesen, wobei das Dollhouse selbst nur einen Nebenschauplatz abgegeben hätte. Dushku hätte eine Kundin (gelangweilte Milliardärstochter oder so) darstellen Können und wäre wieder im Zentrum gestanden.

Die freitägliche Doppelfolge hat mich nicht wirklich begeistert, obwohl es doch einige Höhepunkte hatte. Von den Gaststars freute ich mich v.a. an Ray Wise (bekennender Reaper-Fan...), Summer Glau (mochte ich in TSCC & Serenity) fand ich dagegen alles andere als überzeugend. Konnte ihr weder das Genie noch den Wahnsinn abnehmen. Allerdings hatte sie als Gegenspielerin von Fran Kanz auch keine Chance. Er (wie auch seine Rolle) ist einfach grossartig, wobei natürlich die Szenen mit seinem Replikat unglaublich komisch war. Die Macher von Big Bang Theory sollten Fran einstellen! Er könnte etwa die gleiche Rolle in einem gelungeneren Umfeld spielen...

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DJ Doena vor 3 Jahren:Platz 99 in der Community Top-100

@Serienjunkies: Es wäre ganz schön, wenn ihr bei solchen Sachen auch das Originalinterview verlinken würdet, damit man mal selbst einen Blick werfen kann. (also generell, nicht nur hier bei dem Artikel).

Ich find das schon beim Spiegel immer unsäglich, dass die um teufelkommraus keine externen Links setzen.

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Nygidda vor 3 Jahren:

bisschen heuchlerisch oder?

Wenn er was anderes gewollt hätte, hätte er sie nicht von FOX kaufen lassen sollen.

Erst das Geld einzukassieren und sich danach aufzuregen, finde ich etwas lächerlich

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unit66 vor 3 Jahren:Platz 89 in der Community Top-100

Also ich versteh Whedon jetzt echt nichtmehr…

Erstens hätten die Cable- und Pay-TV-Sender wahrscheinlich gerne das Originalkonzept genommen. Zweitens: Wenn er unzufrieden ist wie die Serie jetzt aussieht wieso macht er es dann nicht nochmal und diesmal eben richtig ? - also mal wieder Comic…

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.m4jX vor 3 Jahren:Platz 56 in der Community Top-100

hört hier wirklich niemand zu? Whedon ist nicht zu FOX gegangen.... Eliza bei FOX -> Joss musste dann dazu...

@NatalieMars: Wie sollte Joss jemand anders als Eliza nehmen? Eliza wollte eine Serie machen^^ da kann er ja nicht mit ihr treffen darüber reden und dann die serie mit jemandem anderen machen^^

zu der letzen beiden Folgen: *SPOILER*

also ich finde das niemand sagen kann, dass die schlecht waren... Summer wurde genial eingesetzt, die story mit Alexis Denishof ging weiter mit dem MEGA Twist... ich mein wer hätte gedacht das ER ein Doll ist^^... und wie ich immer sage, in Topher sieht man den Whedon Humor... und was ist besser als Topher? Genau, 2 Topher^^ als man Victor zum ersten mal gesehn hat, konnte ich mich fast nciht mehr einkriegen^^ Mit der Kleidung von Topher hat der das sehr geil rüber gebracht^^ dann reden die eben zusammen und kommen auf die selben gedanken und gedankenschlüsse... Beide denken dran das Summer wahrscheinlich ein Doll ist^^

Dann ging es endlich mal so weiter wie ich das von anfang an wollte... Echo kann auf ihre Erinnerungen Zugreifen, wenn sie einen sprung braucht, ruft sie das ab, wenn die ein tackle machen will, dann ruft sie die erinnerung auf und macht das dann... genau so hab ich mir die serie vorgestellt und ich denke Whedon auch...

Natürlich wäre es schön wenn Eliza nicht an FOX gebunden wäre und die dann zu HBO oder so gegangen wären... dann wäre das, denke ich, viel besser geworden... Auf jeden Fall schneller... ich mein eine Szene aus dem Original Pilot kommt erst in 1x12... das kann man doch nicht so ziehen.. zum glück gibts ne 2te Staffel, wie zu erwarten war ist das schon jetzt viel besser... und ich denke das Whedon jetzt noch paar geile Sachen bringen wird, es gibt verschiedene Ansichten, verschiedene Meinungen, aber eins ist Fakt:

Joss Whedon is a genius!

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Bosco vor 3 Jahren:Platz 30 in der Community Top-100

@m4jX

Er kann natürlich nicht einfach Eliza austauschen, aber wenn er schon eine Serie für die konzipiert, dann eine die auch passt und wenn er ein so "tolles" Konzept für Dollhouse hat, das nicht zu Fox passt, sollte er eben auch da etwas anderes entwerfen, schließlich ist er genial.

Er kann aber nicht eine Serie entwerfen, die nicht zum Network passt, mit einer Hauptdarstellerin, die nicht geeignet ist. Und wenn er all diese Kompromisse eingeht, darf er sich hinterher nicht beschweren, wenn es erwartungsgemäß floppt.

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anika vor 3 Jahren:Platz 52 in der Community Top-100

Hey Leute, mein erster Kommentar hier. Bin erstaunt, dass überhaupt noch genug Leute diese Serie gucken, um darüber zu diskutieren. Schade nur, dass es dabei leider nie um die Show geht, sondern immer nur um das, was hinter den Kulissen geschieht. OK, zugegeben. Das ist hier auch interessanter... also, danke für den informativen Artikel.

Ich hab mir jetzt das Interview auch mal durchgelesen. Naja, Whedon ist definitiv frustriert mit Fox... mal wieder. Er hätte es wissen können, aber hallo! Aber, auch, wenn ich einen Großteil der Schuld für das Scheitern von Dollhouse bei Whedon sehe, nehm ich's ihm nicht übel. Er ist schon ein bissl stur, weshalb er wirklich nicht für die Arbeit mit Networks gemacht ist. Das soll jetzt weder eine Kritik sein, noch ein Kompliment an ein unbeugsames Genie. Für mich klingt das einfach so, als wäre er längst nicht mehr so ganz mit dem Herzen bei der Show. Vielleicht will er sie deshalb auch in keiner Form weiter führen, sondern endgültig abschließen. Vielleicht wäre die Serie, die Fox wollte, sogar eine gewesen, die mich interessiert hätte (Wer weiß?). Aber Joss Whedon konnte sie offenbar nicht machen und vice versa.

Ich bin mit Joss's Serien aufgewachsen und halte ihn noch immer für einen der besten Geschichtenerzähler. Bei Dollhouse war jedoch von Anfang an der Wurm drin. Trotzdem schau ich die Show noch zu Ende, weil sie mich dennoch interessiert und manchmal auch unterhält. Aber ich bin auch froh, wenn ich das Ganze als kleines missglücktes Experiment abhaken kann. Das Konzept war alles andere als einfach. Die Serie hätte es also auch ohne die "kreativen Differenzen" mit Sicherheit schwer gehabt. Aber manchmal kommen bei solch schrägen Geschichten ganz tolle Serien heraus. Von daher, bin ich froh, dass sie es versucht haben.

Fakt bleibt für mich jedenfalls: Joss Whedon kann einfach nicht mit Networks. Er ist nicht gut darin, es anderen recht zu machen und stellt sich dann schnell selbst ein Bein. Wenn er das eingesehen hat und sich nun auf das Internet konzentriert, ist das vielleicht nicht verkehrt!

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cassi vor 3 Jahren:

Hätte mich doch sehr gewundert, wenn Dollhouse noch eine dritte Staffel bekommen hätte. Eptiaph war genial, aber der Rest der Serie hatte immer damit zu kämpfen, dass niemand so genau wusste, was man mit Dollhouse eigentlich für eine Geschichte erzählen soll.

Außerdem hatte ich schon in der ersten Folge das Gefühl, dass Whedon nie genau wusste, was er mit Echo anfangen soll. Ich fand immer alle anderen Charaktere viel interessanter als die Hauptfigur.

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wibi44 vor 3 Jahren:Platz 6 in der Community Top-100

Nun bei aller Freude eine Serie zu verkaufen sollte sich Whedon ernsthaft Gedanken machen, ob er überhaupt noch mit einem Network zusammen arbeiten will. Für die Vorstellung, die er hier äussert, ist ein Network eher die falsche Anlaufstation. Einer der großen Kabelsender hätte sicher mehr Verständnis für seine Konzeption gehabt. Denn ein Network muss Massenware verkaufen, sonst kann es nicht überleben. Einem Kabelsender genügen 3 Millionen begeisterte Fans.

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.m4jX vor 3 Jahren:Platz 56 in der Community Top-100

klar wär ein Cablesender besser... es dreht sich ja so ziemlich um sexuelle phantasien, die ausgelebt werden... das wäre nach Whedon ja auch mehr der Hauptpunkt gewesen.. und klar kann man das nicht im Network bringen.. ich mein schauen wir uns mal True Blood an... einer der besten Vampier/Supernatural serien... aber was wäre die ohne die gezeigte gewalt, sexszenen und >>SPRACHE

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.m4jX vor 3 Jahren:Platz 56 in der Community Top-100

dude!... 600 Zeichen fehlen bei meinem Beitrag... kein bock das nochmal zu schreiben^^

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anika vor 3 Jahren:Platz 52 in der Community Top-100

Hm... seid Ihr sicher, dass es wirklich darum ging, explizit mehr Sex zu zeigen? Das fände ich nämlich etwas plump. Um die Fantasie mehr zum Thema zu machen, wäre es vielleicht für Fox sogar unbequemer, wenn es weniger offensichtlich gezeigt oder verteufelt wird, weil eben der Kontext das Problem ist. Das "Warum wollen wir das überhaupt...?" Am nächsten kam die Serie der Idee wohl in "Man on the street", wo sie wirklich etwas mit der Perspektive des Klienten flirtet. Oder auch in der "Spy in the house of love"-Folge. Aber vielleicht war das einfach eine Nummer zu heikel.

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