Doctor Who: Review zum Auftakt von Series 4

„I just want a mate“ - Donna und der Doktor in „Doctor Who“
(c) BBC
Am Samstag ist in Großbritannien auf BBC One die erste von dreizehn neuen Folgen der SF-Kultserie „Doctor Who“ auf Sendung gegangen. Anders als von Produzent Russell T Davies befürchtet (Serienjunkies vom 29. März 2008), hatte der etwas frühere Programmplatz (um 18.20 Uhr) keine negativen Auswirkungen auf die Einschaltquoten: Mit 8,4 Millionen Zuschauern fuhr „Doctor Who“ am Samstag souverän den Tagessieg ein. Serienjunkies-Redakteur Christian Junklewitz hat sich die Auftaktfolge „Partners in Crime“ angeschaut.
Inhalt
Miss Foster (Sarah Lancashire), die Chefin der Firma Adipose, verspricht, den Traum aller Übergewichtigen wahr werden zu lassen: Ihr Unternehmen hat eine Pille auf den Markt gebracht, die Körperfett über Nacht zum Verschwinden bringen lassen soll. Ohne Anstrengung. Einfach so. Donna Noble (Catherine Tate) traut der Sache jedoch nicht. Inspiriert von einigen Verschwörungstheorien im Internet, schleicht sie sich in die Firma ein, um dem Geheimnis der Wunderpille selbst auf die Spur zu kommen.
Dabei geht es ihr jedoch im Grunde um etwas ganz anderes: 2006 hatte sie im Weihnachtsspecial "The Runaway Bride" die Bekanntschaft des Doktors (David Tennant) gemacht, jenes mysteriösen Außerirdischen, der in einer kleinen blauen Box durch Raum und Zeit unterwegs ist. Damals hatte sie sein Angebot abgelehnt, ihn auf seinen Reisen zu begleiten - eine Entscheidung, die sie seitdem sehr bereut hat. Deshalb ist sie fortan dem Rätsel und dem Abenteuer auf den Fersen - in der Hoffnung, dabei wieder auf den Doktor zu treffen.
Sie ahnt gar nicht, wie nah er die ganze Zeit über ist, denn tatsächlich verfolgt er die gleiche Spur wie sie. Sie stoßen jedoch erst aufeinander, als die Wunderpille ein erstes Todesopfer fordert - und eine Million weiterer Menschen in Gefahr schweben, sich in kleine Fett-Wesen aufzulösen...
Kritik
Es gibt, so weit ich das sehe, genau einen großen und zentralen Kritikpunkt, den man in Bezug auf „Partners in Crime“ äußern könnte: Wenn man nämlich die Grundidee dieser Episode, dass eine zu allem entschlossene außerirdische Super-Nanny mittels extraterrestrischer Diätpillen aus menschlichen Speck-Rollen kleine, glibschige Fett-Kreaturen züchtet, in irgendeiner Weise unglaubwürdig oder gar albern findet, dann könnte das unter Umständen das Rezeptionsvergnügen beeinträchtigen.
Wenn man sich dagegen auf diese - zugegeben - schon etwas sehr skurile Konstruktion aus dem Russell T Davies'schen Phantasiehaushalt einlässt (oder sie zumindest nicht allzu Ernst nimmt), dann ist „Partners in Crime“ einfach nur eine geballte Ladung an Spaß, Spannung und Action, die für knapp 50 Minuten Unterhaltung in einer so hochdosierten und hochkonzentrierten Form bietet, wie dies kaum eine andere Fernsehserie derzeit vermag.
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Christian Junklewitz am Montag, 7.April 2008 12.00 Uhr
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