V: Die glänzende Oberfläche

Die audivisuelle Beschaffenheit der Serie

V: Die glänzende Oberfläche
Anna!
© ABC

Die folgenden Betrachtungen sollen kein zweites Review zu „V“ sein und auch kein Versuch, die neue Serie mit dem Original zu vergleichen, sondern eine kleine Auseinandersetzung mit der audiovisuellen Hülle und Fülle des neuen ABC-SciFi-Dramas.

Die erste Frage die sich stellt, lautet: Gibt „V“s glänzende Oberfläche genug her, dass es sich die Mühe lohnt, tiefer in die Materie einzutauchen? Die Antwort ist Ja. Scott Peters' („The 4400“) neue Serie weiß sehr gut, ihre Story über Schläferzellen, Paranoia und die neue politische Ordnung in beeindruckende Bilder zu verpacken. Beeindruckend nicht nur deswegen, weil die CG-Effekte exzellent sind.

„V: Die glänzende Oberfläche“ nachzulesen bei Serienjunkies

V“ ist ein Beispiel, wie man Kameraarbeit und Licht-und Farbenkompositionen zu narrativen Zwecken und zum Erreichen eines temporeichen Erzählens benutzen kann. Dabei sind es nur ein paar kleine Sachen, die „V“s Erscheinungsbild prägen: Die Eröffnungssequenz ist ein exzellentes Beispiel für „komprimiertes“ Erzählen. Ohne viel Zeit zu vergeuden, werden anhand von ein paar Kamerafahrten wie die hin zur schlafenden Erika sowohl der berufliche als auch der private Status der Protagonisten mitgeteilt. Dabei wird kaum ein Satz gesprochen. Die Übergänge zwischen den Bildern und dadurch zwischen unterschiedlichen Szenen sind so konstruiert, dass nach dem Schnitt die Bewegung aus der vorherigen Szene „weitergeführt“ wird, nur im anderen Zusammenhang. Zum Beispiel, wenn der Reporter aus der Dusche kommt, zieht er den Duschvorhang von links nach rechts und mitten in dieser Bewegung wird ein Schnitt gesetzt, aber die Bewegung wird zu Ende ausgeführt, nur in einem anderen Umfeld - der Juwelier öffnet die Eisengittertür mit einer Bewegung von links nach rechts. So intensiviert man das Tempo und lässt beim Zuschauer das Gefühl entstehen, dass alles zusammenhängt und zu einer Eskalation der Ereignisse führen wird: Die Anspannung steigt enorm. Das Mainstream-Beben war sogesehen unnötig.

Die Farben in „V“ sind weich und wie von einem Glanz überzogen. Es entsteht der Eindruck, als würden sie ineinander übergehen, als hätten Gegenstände und Körper keine klare Grenzen, keine Konturen - alles passt sich aneinander an! Es gibt zwei Ausnahmen: eine Sequenz, in der zwischen dem Glanz des Interviews mit Anna und den schäbigen-dunklen Bilders des Untergrund-Treffens hin und her geschnitten wird, und Erikas Partner Dale (Joss Whedons immer einsatzbereiter Alan Tudyk). Dieser sticht mit den Farben seiner Kleidung im Bild hervor - Bilde ich es mir nur ein oder trägt er immer dieselben Shirts sowohl hier wie auch in „Firefly“ und „Dollhouse“? Wenn das so ist, dann sind die Networks wohl tatsächlich auf Sparkurs.

Spaß beiseite und weiter geht es mit den weichen Konturen, die beruhigend auf das Auge wirken und verschleiern, was unter der Oberfläche lauern könnte. Und das kann man nur mit Hilfe von Gewalt herausfinden, wenn man die Oberfläche zerstört, einen Schnitt macht, um die Anwesenheit des Anderen festzustellen. Sonst bleibt ES dem Blick verwährt, versteckt zwischen zwei Schlägen der Augenlidern. Annas (großartig in ihrer Rolle: Morena Baccarin) Blinzeln, die auf emotionale Regung hindeuten, verrät und fast zusammen die schlangenartige Natur dieser Welt (obwohl man genaugenommen über Echsen reden, denn Schlangen können nicht blinzeln). Hier ist wirklich eint trivialer Ausdruck angebracht: Der Schein trügt!

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Vladislav Tinchev am Donnerstag, 12.November 2009 12.00 Uhr

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14 Leserkommentare

Genbaku vor 3 Jahren:

Warum haben die Kugeln keine vernünftige Kameras eingebaut obwohl sie ja als "search and destroy"-Maschinen konzipiert wurden? Die Besucher schaffen es doch 100e m² große Bildschirme auf der Unterseite der Schiffe zu basteln, aber dann sowas... Und ist irgendetwas in Folge 2 geschehen? Nein! Man hat lediglich das was am Ende von Folge 1 offenbart wurde nur nochmal durchgekaut... Schön die Handlung unnötig in die Länge strecken... Und man hat nach gut 80 min nach wie vor keinen Alien ohne die Maske gesehen... Soll vielleicht Spannung erzeugen, da es sich aber hierbei über einen Remake (oder "Reimagining") handelt, geht dies m.E. gründlich daneben.

Dem Beitrag gebe ich in so fern recht, dass es als Prestigeobjekt durchaus gut - im visuellem Sinne - umgesetzt ist. Audio ist nicht erwähnenswert.

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DerSmido vor 3 Jahren:Platz 73 in der Community Top-100

Also ich bin mir sicher das wir, wenn überhaupt, erst in der 4 Folge vor der Pause ein Alien ohne "Maske" sehen werden! Tippe mal das nun erst mal 2 Sachen in den Vordergrund rücken! Das Aufbauen des Wiederstands und die Einflusname der Aliens auf die Menschheit (wir bringen euch Frieden...). Für mich ist es, vor allem weil mans ja weis, total unwichtig wann und ob man so ne Echse mal in Natura sieht!

Also ich finde übrigens es ist ne Menge passiert! Wie haben was über die Desserteure erfahren, die Spannungen zwischen Anna und Chad haben sich aufgebaut, die Paranoia hat sich bei Jack und Erica eingeschliche, Logan ist nun vollkommen Lisa verfallen... usw!

ABC kanns anscheinend niemanden hier recht machen! Letzte Woche wurde noch gesagt "Typische SyFy-Action... kein Drama" jetzt heist es "Es passiert nix... langweilig"

Aber mit der Kamera in der "Todeskugel" muss ich dir natürlich recht geben... fand ich auch sehr seltsam!

Zum eigentlichen Thema der Farbumsetzung kann ich eher weniger sagen... bin farbenblind. Aber die Kameraführung und die Nahaufnahmen finde ich bisher klasse! Auch ein Hauptgrund, neben der Storyline und Baccarin/Tudyk/Mitchell wieso mir die Serie so gefällt

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zuletzt geändert:12.11.2009 13:49

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.m4jX vor 3 Jahren:Platz 56 in der Community Top-100

als ich Tudyk geshn nhab hab ich gelcih gedacht:"Alpha ist da!" ^^ muss schon sagen das das mit der fliegenden "kamera" unlogisch ist.. bei den haufen techologien die sie haben und immer noch keine HD-Kameras? weird... jetzt gehen sie auch immer mehr auf die beziehungen ein, was gut ist und ich denke das ich auf jeden Fall bei der serie bleiben werde... ^^

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Erica vor 3 Jahren:

Danke, dass ihr das mit den Kameras erwähnt. Bei allem Technischen Fortschritt der V's fand ich das doch sehr seltsam. Schon klar, dass es für die Dramaturgie der Serie notwendig ist, dass die Mitglieder des Widerstands nicht erkannt werden, aber das ist ungeschickt umgesetzt.

Ansonsten kann ich meinem Vorredner nur zustimmen: Letzte Woche hieß es noch, es wäre zuviel in die Folge reingepackt worden und jetzt ist es zuwenig...

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DerSmido vor 3 Jahren:Platz 73 in der Community Top-100

Hehe... ganz zu Beginn der Serie, das gebe ich zu, mab ich auch Gedacht das da vieleicht ein Crossover angebracht wäre, bzw. schon läuft!! ^^

Aber wirklich nur ganz kurz!

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me121279 vor 3 Jahren:

Ja, das mit der Kamera habe ich mir auch gedacht. Dann habe ich mir aber gedacht, sehen Reptilien aber nicht so in der Art unsere Umwelt?! Sehen Reptilien, oder zumindest einige davon, nicht wie eine Wärmekamera. Dann würde es Sinn machen, dass deren Kameras nur so Bilder aufnehmen.

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Anubiz vor 3 Jahren:Platz 11 in der Community Top-100

stimmt, das wär ne Erklärung!

dann könnte man die Bilder auch nicht mit Polizeidaten vergleichen, denn die ham halt keine infrarotinfos

wenn sie ner Person von nem Bild dann aber gegenüberstehen, müßten sie sie ja erkennen - wenn sie das Bild gesehen ham

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DJ Doena vor 3 Jahren:Platz 99 in der Community Top-100

Ich hab den zweiten Teil noch nicht gesehen, aber ich fand, dass der erste etwa sgehetzt wirkte. Musste man den Widerstand unbedingt gleich im allerersten Teil aufbauen (und niedermetzeln)? Das hätte doch im zweiten auch noch gereicht.

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CrankyWeasel vor 3 Jahren:

Also dat lässt mir nun keine Ruhe^^

Zum Thema "Todeskugel" mit Wärmebildkamera.

Ist all denen, die jetzt sagen die wäre unlogisch aufgrund des viiiel höheren technologischen Standes der Visitors, die Hauptfunktion von dem Teil nicht aufgefallen. Die war nicht da um Passbilder zu schießen für den Ausweis oder um Familienfotos zu machen fürs Album^^. Die hatte den "Search & Destroy" - Auftrag..also eigentlich um genauer zu sein "Wir schicken dich vor und du killst möglichst alles was da drinne is sobald du wat entdeckst" Die sollte schonmal anfangen mit niedermähen..

Den Rest wollten dann die paar AssasinenAliens erledigen, die danach mit "Schlitzermessern" reingerauscht sind. Seen anyone? ^^

Die Aliens haben genau gewusst, dass sich da drinne der Wiederstand trifft bzw. treffen muss..nicht zuletzt durch Alan Tudyk's Spitzelrolle im FBI. Da gings nit drum die Mitglieder des Wiederstandes zu identifizieren und mit Bild zu katalogisieren, sondern einfach das Treffen auszulöschen, auszumerzen ...so schnell und brutal wie möglich. Und schonmal jemanden im Dunkeln mit ner normalen HD-Kamera verfolgt..vote for Wärmebildkamera^^

Und naja hat halt mehr schlecht als recht geklappt, weil die V's einfach ein Manko haben...sind viel zu sehr von der Genialität ihres Planes (Invasion) und sich selbst überzeugt..da rechnen sie unter andrem halt auch nicht mit z.b. einem aufständischen Visitor der für die Menschen kämpft. Die fühlen sich überlegen...da muss ich keine Kamera mit HD-Technologie reinschicken...da reicht ein KillerWerkzeug mit Klingen und Zacken, das einen "Instant Kill" verursachen kann.

Kein HD aber ziemlich viele nette "Tötungswerkzeuge",,,nur nochmal erwähnt falls das jemandem in der ja von vielen für viel zu hektisch befundenen ersten Episode nicht aufgefallen sein soll....

Nein ich habe das Original nicht gesehen. Braucht man auch nich um was zu beurteilen, dass durchaus Remake-Anteile hat, aber noch nie den Anspruch geltend gemacht hat 100%ig eins zu sein.

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makus vor 3 Jahren:Platz 95 in der Community Top-100

Diese Serie ist visuell auf den Stand der 90er Jahre. Das Bild gibt mir den Eindruck ich sehe eine 10 Jahre alte Seire an. Wenig Kontrast, keine satten Farben.

Dieses hochglanz hollywood feeling habe ich hier nicht anders als wie bei anderen serien: heroes, true blood, lost, DH, etc

das bild macht eher den Eindruck einer deutschen oder britischen Serie.

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Gast vor 3 Jahren:Platz 89 in der Community Top-100

Ich kann eine Serie auch komplett zu Tode analysieren, ich finds unterhaltsam alles andere ist zweitrangig. Wer sich geneigt fühlt das Original zu sehr zu idealisieren, sollte sich die Serie nochmal angucken, ist natürlich Kult aber auch Trash³ - z.T schon echt gruselig und wer sich über Annas Harrstyling echauffiert der hat anscheinend die Aliens mit den fiesen 80er-Frisuren vergessen. Alles in allem stört mich eigentlich nur die arg konventionelle Erzählstruktur, aber das wird vllt ja noch.

sjunk vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Mir gefällt die Optik, finde sie jetzt aber nicht so spektakulär, dass man darüber eine Abhandlung schreiben muss.

Die Handlung finde ich bedrückend, beängstigend und mit einem hohem Tempo versehen.

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Casamonte vor 3 Jahren:

Zu den Kamerakugeln:

Wer sagt denn, dass das nicht das Bild ist, dass die Augen der Vs übermitteln. Vielleicht sehen die Aliens im Infrarotenbereich (analog zu Predator) ;-)

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Gast vor 3 Jahren:Platz 89 in der Community Top-100

Wenn sie in einem anderen Frequenzbereich sehen, dürften sie ja keine Probleme haben die abgelichteten Personen zu identifizieren wenn sie einer davon begegnen

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