Deutsche Quoten - KW38/2009: «DH» mischen wieder oben mit

Deutsche Quoten - KW38/2009: «DH» mischen wieder oben mit
Die „Desperate Housewives“ meldeten sich mit erstklassigen Einschaltquoten zurück
© ABC // Foto: Randee St. Nicholas

Intrigen, Geheimnisse und Nachbarschaftsrangeleien sind zurück: Die „Desperate Housewives“ feierten ein spitzenmäßiges Comeback auf den deutschen Mattscheiben. Dieser Erfolg färbte auch auf Neustart „Lipstick Jungle“ ab. Selbst „Harper's Island“ steigerte sich, wenn auch nur minimal.

Primetime & Late-Night

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Die Hausfrauen aus der Wisteria Lane stehen nach wie vor hoch im Kurs beim deutschen Publikum. Am vergangenen Mittwoch kehrten „Desperate Housewives“ aus ihrer mehr als fünfmonatigen Pause zurück. Das Comeback fiel mit insgesamt 2,41 Millionen Menschen und einem Zielgruppenmarktanteil von 16,9 Prozent prächtig aus.

Neustart „Lipstick Jungle“ (1,75 Millionen; E14-49: 12,2 Prozent) ritt größtenteils auf der von den „Housewives“ ausgelösten Erfolgswelle mit. Leider werden Fans, vorausgesetzt ProSieben strahlt die komplette Serie aus, nicht viel davon haben. Nach nur zwei Staffeln und 20 Episoden stellte der Heimatsender NBC die Produktion ein.

Ein noch schlimmeres Schicksal in den Vereinigten Staaten suchte „Harper's Island“ ein. Dieses wurde sogar nach nur einer Staffel und 13 Folgen abgesetzt. Hierzulande scheint es auch nicht besonders gut für das Mystery-Drama (1,07 Millionen; E14-49: 10,1 Prozent) zu laufen, aber zumindest nähert man sich langsam wieder dem aktuellen ProSieben-Schnitt.

Wem das zu viel Drama war und sich eher für Krimis interessierte, schaltete mit hoher Wahrscheinlichkeit auf VOX. Dort startete der Abend mit einer Wiederaufführung des „Law & Order“-Spin-Offs „Law & Order: Criminal Intent“ (2,19 Millionen; E14-49: 8,9 Prozent), gefolgt vom zweiten Staffelauftakt des Kurzzeitdramas „Life“ (2,29 Millionen; E14-49: 10,1 Prozent). Abgerundet wurde die Primetime von einer Doppelepisode von „Crossing Jordan“ (ø 1,53 Millionen; ø E14-49: 9,9 Prozent).

Etwas kleinere Brötchen mussten die Dienstagsserien bei RTL backen: Während manche von ihnen in der Vorwoche in der werberelevanten Zielgruppe noch an der 30-Prozent-Marke kratzten, fielen die Reichweiten des Fernsehsenders diesmal folgendermaßen aus:

  • 20:15 „CSI: Miami“ (4,35 Millionen; E14-49: 21,9 Prozent)
  • 21:15 „House“ (4,41 Millionen; E14-49: 24,8 Prozent)
  • 22:15 „Monk“ (3,29 Millionen; E14-49: 24,8 Prozent)
  • 23:10 „Law & Order“ (1,91 Millionen; E14-49: 21,8 Prozent)

Besonders auffallend ist der Zielgruppengleichstand zwischen „House“ und „Monk“. Der Grund für diese rückläufigen Einschaltquoten dürfte in den starken Performances des Sat.1-Spielfilms „Barfuß bis zum Hals“ (5,07 Millionen; E14-49: 20,3 Prozent) und dem neuen ProSieben-Dienstag aus „The Simpsons“ in Erstausstrahlung (2,44 Millionen; E14-49: 16,3 Prozent) und Wiederholung (2,51 Millionen; E14-49: 15,8 Prozent) sowie dem Primetime-Debüt von „Two And A Half Men“ (ø 1,90 Millionen; ø E14-49: 12,8 Prozent) in doppelter Länge, zu sehen sein.

Bei Kabel eins hingegen flogen die Agenten tief. Eine Doppelfolge in Free-TV-Premiere der Echtzeitserie „24“ lockte durchschnittlich 0,60 Millionen Bürger vor die Fernsehgeräte, und die Marktpräsenz bei den 14- bis 49-Jährigen lag bei 4,6 Prozent.

Richtig gut lief es für die RTL-Schiene am Donnerstag: Alles befand sich im grünen Bereich - von „Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei“ (4,44 Millionen; E14-49: 21,3 Prozent) über „CSI: Crime Scene Investigation“ (3,80 Millionen; E14-49: 18,9 Prozent) und „Bones“ (3,02 Millionen; E14-49: 20,2 Prozent) bis hin zum Serienfinale des Flüchtlingsdramas „Prison Break“ (1,42 Millionen; E14-49: 15,7 Prozent).

Am Folgetag strauchelten die Freitagskrimis auf VOX. Einen schleppenden Start ins Hauptabendprogramm legte eine alte „CSI: New York“-Episode (1,28 Millionen; E14-49: 7,2 Prozent) hin. Nur leicht besser schnitt die vierte Staffelpremiere des Kyra Sedgwick-Formats „The Closer“ (1,44 Millionen; E14-49: 7,7 Prozent) ab. Den Höhepunkt des Abend erreichte ein „Law & Order: Special Victims Unit“-Doppelpack (ø 1,32 Millionen; ø E14-49: 7,9 Prozent).

Das Unterfangen „Crime-Samstag“ bei Kabel eins kam größtenteils beim deutschen Publikum an. Die große Ausnahme dabei bildete eine alte Folge aus der siebten und finalen „Without A Trace“-Staffel (0,93 Millionen; E14-49: 5,3 Prozent).

Ins entgegengesetzte Extrem verschlug es das Debüt von „Eleventh Hour“ (1,13 Millionen; E14-49: 6,5 Prozent). Zu später Stunde punkteten sogar noch „Medical Investigation“ (1,03 Millionen; E14-49: 6,1 Prozent) und ein „Without A Trace“-Rerun (0,88 Millionen; E14-49: 6,3 Prozent).

Eine äußerst solide Partie am Sonntag spielten „NCIS“ (3,97 Millionen; E14-49: 18,7 Prozent) und „Criminal Minds“ (3,40 Millionen; E14-49: 16,1 Prozent), beide waren mit brandneuen Folgen unterwegs.

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Rainer Idesheim am Montag, 21.September 2009 15.00 Uhr

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7 Leserkommentare

5ink4r vor 3 Jahren:

Man, das tut mir echt um 24 Leid. Die 7. Staffel ist doch definitiv die beste von allen, sowas schades auch...

Hoffen wir, dass die 8. Staffel trotzdem auf einem deutschen Free TV-Sender gezeigt wird.

Greetz

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the young and the restless vor 3 Jahren:

Die Quotenermittlung ist doch ein Witz. 6000 Haushalte werden auf ganz Deutschland hochgerechnet. Ich finde das ist nicht repräsentativ, denn in Wirklichkeit sehen die Fernsehgewohnheiten der Deutschen sicherlich anderst aus.

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KSC-Baby vor 3 Jahren:Platz 87 in der Community Top-100

Lipstick Jungle reitet meiner Meinung nach wirklich bloß auf der Erfolgswelle mit und Harper's Island hat irgendwie keinen richtigen Sendeplatz (ich weiß jedenfalls nie, wann das kommt... immer unterschiedlich).

Alle Achtung an ProSieben, dass sie es tatsächlich schaffen, RTL am Dienstag zu kontern.

Und für Two and Half a man freut mich der Primetime-Sendeplatz, ich bleibe aber trotzdem bei Dr. House

Achja, dann muss ich natürlich wie jedes Mal betonen, dass OC einfach einen grandios bescheuerten Sendeplatz hat (Zielgruppe größtenteils noch in der Schule), weswegen ich mir auch die DVDs gekauft habe.

Das gleiche gilt für Chuck... wie konnte ProSieben die Serie nur in den Samstag Nachmittag stecken?!

Und dass die Leute Sendungen wie Anna und die Liebe schauen... ach du meine Güte, wo bleibt da die Quotengerechtigkeit?

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Elusian vor 3 Jahren:Platz 72 in der Community Top-100

"Ich finde das ist nicht repräsentativ, denn in Wirklichkeit sehen die Fernsehgewohnheiten der Deutschen sicherlich anderst aus." - Wie sehen denn die Fernsehgewohnheiten der Deutschen aus?

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the young and the restless vor 3 Jahren:

Keine Ahnung wie die Fernsehgewohnheiten nun aussehen, aber was ich damit meinte ist. Das die Leute die dafür ausgewählt wurden um aus ihren Daten die Quoten zu errechnen, nicht unbedingt das sehen, was die breite Masse sieht. Wie erklärt man es denn sonst, dass manche Serien mit großer Fangemeinde einfach keine Quoten bringen?

Beispiel. Ich wähle hundert Leute willkürlich auf der Straße aus, 70 davon kaufen Schokoeis, heißt das dann, dass 70% der Deutschen Schokoeis mögen?

Kann mich auch irren, bin nun halt kein Fan von Quoten.

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Farguard vor 3 Jahren:

[]Du hast die Worte Statistik und Stochastik gehört und dich damit beschäftigt

[]Baum

Die Quotenberechnung ist schon repräsentativ. Wird auch nicht signifikant "genauer"/Aussagekräftiger wenn du nochmal x000 Leute mehr mitmachen lässt

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wibi44 vor 3 Jahren:Platz 6 in der Community Top-100

Ich weiss eigentlich nicht, warum man bei Pro 7 über den Mittwoch jubelt. Immerhin sind bei VOX trotz Wiederholungen mehr Zuschauer anwesend als bei Pro 7. "Harper´s Island" hat einfach den falschen Programmplatz, genauso wie "Chuck". Und VOX tut sich mit "The Closer" am Freitag gegen "Cold Case" sicher keinen Gefallen. Da wäre der Mittwochssendeplatz definitiv der bessere gewesen.

Ach ja, und welche Folge "Without a trace" war denn eine Erstausstrahlung? Auf Kabel eins sicher keine, denn die 20.15 Uhr-Folge lief erst vor ein paar Wochen auf genau dem selben Sendeplatz.

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