Play By Day: «Defying Gravity» startet in den USA

Play By Day: «Defying Gravity» startet in den USA
Der Cast von „Defying Gravity“
© ABC / Foto: Kharen Hill

Es ist der neue Trend der letzten Monate: Produktionsfirmen mit Verbindungen zu den großen amerikanischen Firmen organisieren internationale Co-Produktion im Serienbereich. Und schließlich kauft sich doch ein amerikanisches Network die nationalen Senderechte. So auch bei der SciFi-Serie „Defying Gravity“ mit Ron Livingston und Laura Harris.

Von Fox TV Studios - einem internationalen Tochterunternehmen von News Corp. und nicht zu verwechseln mit dem für den amerikanischen Markt zuständigen Schwesterunternehmen 20th Century Fox Television - wurde die Internationale Co-Produktion „Defying Gravity“ aus der Taufe gehoben. Auch ProSieben, das kanadische CTV und die BBC beteiligten sich an dem Projekt. Seine Premiere erlebt die 13-teilige Serie jedoch ab heute in den Vereinigten Staaten bei ABC.

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In der Serie geht es um eine von Geheimnissen umgebene Weltraummission von acht Astronauten aus fünf Ländern, die in der näheren irdischen Zukunft (circa 2050, aber die Welt hat sich eben noch nicht so sehr verändert) stattfindet. Die Dauer der Mission ist auf sechs Jahre angelegt, die fortlaufende Handlung wird durch Rückblicke angereichert

Worum es geht

Ron Livingston hat die Hauptrolle als Maddux Donner inne. Bei einer Mission zehn Jahre zuvor war er gezwungen, zwei seiner Kollegen zurück zu lassen - ein Erlebnis, das ihn auch heute noch verfolgt und ihm unter seinen neuen Kollegen keinen guten Ruf geben dürfte. Er trainiert in der Pilotepisode eine Gruppe Nachwuchsastronauten, die mit dem Raumschiff Antares eine mehrjährige Expedition zu sieben Planten des Sonnensystems unternehmen sollen.

Zur Crew gehört Ted Shaw (Malik Yoba, „Raines“, „Thief“), der designierte Co-Commander. Zu Anfang der Serie geht es eher um die persönlichen Beziehungen, unter anderem zur Geologin Zoe Barnes (Laura Harris, „Women's Murder Club“, „So gut wie tod“) und Biologin Jen Crane (Christina Cox, „Blood Ties“). Aber es scheint schon von Anfang an durch, dass die Weltraumreise mehr beinhaltet, als von außen zu sehen ist; Im Piloten gibt es mehrere Referenzen zu einem „It“, das zum Beispiel für die Auswahl von Donner als Kommandant verantwortlich ist.

Weiter Hauptdarsteller sind Andrew Airlie, Paula Garces („The Shield“), Florentine Lahme, Karen LeBlanc, Dylan Taylor, Zahf Paroo, Maxim Roy, Eyal Podell und Ty Olsson („Men in Trees“). Die Figuren stellen die acht Astronauten sowie die wichtigsten Figuren auf der Erde dar.

Das sagen die Internet-Kritiker

Zum Review stand nur der 90-minütige Pilot zur Verfügung, in dem auf die Mythologie der Serie bisher nur am Rand eingegangen wurde. Durch die internationale Co-Finanzierung konnte man sich wohl Sets leisten, die den Vergleich mit amerikanischen Networkproduktionen kaum zu scheuen brauchen.

Ron Livingston ist ein Darsteller, der die Rolle der Hauptfigur tragen kann. Wie die meisten von Livingstons bisherigen Seriencharakteren („Band on Brothers“, „Sex and the City“, „Standoff“) ist seine Figur Donner eher etwas verschlossen und nachdenklich, aber intelligent und fähig - wenn auch nicht der furchtlose Führer, den man sich normaler Weise für solch eine Mission wünschen würde.

Als störend empfunden wurden die Voic-overs durch Donner/Livingston. Auflockernd wirken die - teils provozierenden - Erwähnungen von zukünftigen (gesellschaftlichen) Entwicklungen. Die im Pilot angelegten, aber noch kaum definierten Mysterien sind sicherlich ein zweischneidiges Schwert: Sie bieten viele Möglichkeiten, können sich aber auch je nach Erklärungen Problem erweisen, an dem dem die Serie scheitern könnte.

Es ist davon auszugehen, dass man sich mit der sechjährigen Laufzeit der Weltraummission auch eine sechsjährige Laufzeit der Serie offen hält. Was ein bisschen viel zu schlucken sein könnte.

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Bernd Michael Krannich am Sonntag, 2.August 2009 06.00 Uhr

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Ein Leserkommentar

Der Bodenschatz vor 3 Jahren:

Ich fand die ersten zwei Folgen garnicht mal schlecht. Hoffentlich wird die Serie nicht nach der ersten Season (oder gar früher) schon wieder gekippt.

Anfangs war ich ja ein wenig skeptisch, nachdem mir die Antares und das Kontrollzentrum arg bekannt vorkamen, aber man halt halt "nur" die Sets benutzt.

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