Dark Blue - Mit einem blauen Auge davon gekommen

Dark Blue - Mit einem blauen Auge davon gekommen
Die Qualität eines Dreitagebarts: „Dark Blue“
© TNT

Jerry Bruckheimer ist sowohl beim Film als auch beim Fernsehen ein Garant für Erfolg, aber garantiert er auch Qualität? TNTs Verantwortliche sind dieser Meinung und verbergen nicht ihre großen Erwartungen, was das neue Projekt „Dark Blue“ betrifft.

Ist es wirklich so oder bilde ich es mir nur ein, dass der Titel einer Produktion ziemlich viel über ihre Beschaffenheit verrät: im Positiven wie im Negativen? Nehmen wir TNTs „HawthoRNe“ - die hervorgehobenen Buchstaben weisen darauf hin, dass das einzige Originelle in dieser Serie ... die hervorgehobenen Buchstaben im Titel sind. „Dark Blue“ soll zwar eine metaphorische Beschreibung des Serienthemas sein - Undercovercops an der Grenze zwischen Gut und Böse -, aber letztendlich ist dieser Titel auf dieselbe Art sprechend wie „HawthoRNe“: Trotz hohem Production Value bleibt die neue Bruckheimer Serie sowohl narrativ als auch audiovisuell Klischee.

„Dark Blue - Mit einem blauen Auge davon gekommen“ nachzulesen bei Serienjunkies

Dark Blue“ glänzt als Wiederholung nicht nur jeder anderen Bruckheimer-Danny Cannon-Produktion, sondern auch als Wiederholung von sich selbst. Statt einen Plot Episode für Episode weiter zu entwickeln, fängt man in den ersten zwei Episoden immer wieder von vorne an und wiederholt dasselbe.

Man verstehe mich nicht falsch: ich gehöre zu den Liebhabern audiovisueller Kunst, wie sie in Bruckheimers Produktionen zelebriert wird; aber das Konzept „mini movie every week“, wie es zum Beispiel bei „CSI: Crime Scene Investigation“ funktionierte, kann nicht „from here to eternity“ weitergekaut werden. Eröffnungs-Helicopter-Shots sind zwar Markenzeichen, aber können genauso schnell zu „Lachnummern“ beim Publikum mutieren. Vor allem, wenn die Figuren, die im schattenlastigen, neonblauen Bild ihr kompliziertes Dasein führen, nicht anders können, als ein Klischee nach dem anderen von sich zu geben.

Bei einem Mixed-Procedural (so nenne ich Bruckheimers Serien) ist die traumatische Vergangenheit der Figuren von großer narrativer Bedeutung, da sie meistens schon „fertig“ sind, wenn wir sie erstmals zu sehen bekommen, und aus ihrer Vergangenheit heraus agieren. Diese Vergangenheit kann bei „Dark Blue“ nicht vorhersehbarer sein: verstorbene Ehefrau, vermutliche Vater-Tochter-Komplexe etc.

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Vladislav Tinchev am Donnerstag, 16.Juli 2009 12.00 Uhr

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3 Leserkommentare

TV-Junkie vor 3 Jahren:Platz 98 in der Community Top-100

Dreitagebart, Gewalt, schönes Licht und kunstvolle Kamerafahrten reichen nicht immer aber da gibt es ja noch die nette Technik wie es CSI so schön beweis wenn nichts mehr geht und alles erfunden ist kommt ein neues Spielzeug oder ein total überzogen Darsteller wie z.B bei CSI Miami ich lach mich immer weg wenn ich die Serie sehe und dabei fand ich CSI mal ganz gut, aber zurück zu Serie;

Ich würde mal sagen die Macher haben weder viel Kreativität noch überzogene Handlungen verwendet. Es ist alles schon mal da gewesen und wird immer wieder neu aufgewärmt was mich aber freut ist das die Macher wenigstens mit Pathetik geizen.

schauen wie sich die Serie entwickelt man kann nur hoffen das sie nicht so farblos bleibt wie "The Eleventh Hour " oder The Beast

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Claudia von Kasse 1 vor 3 Jahren:Platz 60 in der Community Top-100

Wer würde bei einer Schiesserei im Dunkeln gerne mit dem Rücken ungeschützt vor einer Lichtquelle stehen???? Bescheuert!

Die waren alle soooo langweilig die Charaktere.

Und was war das für ein miserabler-zehnmal-gehörter Score?

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Serienfan vor 3 Jahren:Platz 18 in der Community Top-100

vieleicht dachte er sich das die anderen sich geblendet fühlen loool

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