Caprica: SciFi Channel bestellt «Battlestar Galactica» Prequel
Familien-Drama spielt 50 Jahre vor dem Zylonenangriff, soll im Frühjahr 2010 starten

Caprica City, kurz vor der Zerstörung in „Battlestar Galactica“
© SciFi Channel
Nach der Produktion eines zweistündigen Pilotfilms hat sich der amerikanische Spartensender SciFi Channel zur Bestellung des „Battlestar Galactica“-Prequels „Caprica“ entschieden. In der Serie stehen weniger Raumschiffe und Weltraumreisen sondern fast ausschließlich interfamiliäre Probleme im Mittelpunkt.
Im Frühjahr 2010 soll beim amerikanischen Sender SciFi Channel die neue Serie „Caprica“ anlaufen, der Beginn der Dreharbeiten ist für den kommenden Sommer geplant. Das soll den designierten Produzenten - den beiden bereits für „Battlestar Galactica“ verantwortlichen Ronald D. Moore und David Eick sowie dem Co-Autor von „Caprica“s Pilotfilm Remi Aubuchon („24“) - die Möglichkeit geben, sich wieder einen excellenten Writing-Staff zusammen zu stellen (ihr BSG-Staff hat sich mittlerweile in alle Winde zerstreut).
Im Zentrum von „Caprica“ steht eine erdähnliche Welt, die eine nahe Zukunft unseres eigenen Planten darstellen könnte. Darin werden die zwischenmenschlichen Beziehungen zweier Familien porträtiert. Es geht um den technischen Fortschritt, die Entwicklung von künstlicher Intelligenz - die, wie der Zuschauer weiß, 50 Jahre später diese Welt auslöschen wird. Die prominentesten Gesichter der Serie werden Eric Stoltz, Esai Morales, Paula Malcomson und Polly Walker sein.
Während man beim SciFi Channel weiß, was man alles der Serie „Battlestar Galactica“ zu verdanken hat, die den Sender quasi erst einer breiten Öffentlichkeit populär gemacht hat, so hat man doch die Vermutung, dass deren Hintergrund und die Tatsache, dass in ihr Weltraumreisen im Vordergrund stehen, viele Zuschauer davon abgehalten haben könnten, einzuschalten - die klassischen Vorurteile, die es SciFi-Serien auch bei Preisverleihungen immer schwer machen.
„Wir wollen (mit 'Caprica') Leute anziehen, die noch nicht mal etwas von BSG gehört haben“, so SciFi-Präsident Dave Howe. „'Caprica' (hat eben keinen 'Space Opera' Hintergrund). Es ist ein intensives Familien-Drama, auf einem erdähnlichen Planeten und in der nahen Zukunft angesiedelt, und es spricht eine Menge ethische Dilemata an, denen wir als menschliche Rasse uns in naher Zukunft gegenüber sehen werden.“
„Caprica“ wird von Universal Cable Prods. produziert.
Nachtrag: Heute wurde bekannt, dass der SciFi Channel insgesamt 20 Episoden für die erste Staffel geordert hat - den bereits abgedrehten zweistündigen Piloten plus 18 weitere Episoden. Ein rechter Vertrauensbeweis, der wohl auch der Hoffnung geschuldet ist, dass zumindest alle BSG-Fans von der Serie eingefangen werden können.
Bernd Michael Krannich am Dienstag, 2.Dezember 2008 10.00 Uhr
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