«Bridget Jones» als Fernsehserie?

„Bridget Jones“, hier in der Kinversion mit Renee Zellweger, könnte ihre Schokolade schon bald im Fernsehen essen
(c) Working Title
Seit die britische Filmfirma Working Title einen Fernsehzweig gegründet und sich mit dem US-Konzern NBC Universal zusammengetan hat, überlegen die beiden Partner, mit welchem Produkt sie auf den Markt gehen können. Eine Idee: Die Adaption erfolgreicher Spielfilme als Fernsehserie.
Die britische Firma Working Title war in der Vergangenheit an zahlreichen Kinohits aus Großbritannien beteiligt. Das Spektrum reicht von „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ (1994) über „Bean“ (1997), „Elizabeth“ (1998), „Notting Hill“ (1999), „Ali G Indahouse“ (2002) bis „State of Play“ (2009). Vor kurzem hat das Unternehmen nun einen eigenen Arm für Fernsehproduktionen aufgemacht, nachdem man zuvor schon beispielsweise an der Produktion von „The Tudors“ beteiligt war(Serienjunkies vom 17. Februar 2010).
Getreu dem Motto „Schuster bleib bei Deinen Leisten“ orientiert sich Working Title bei den Überlegungen, welche Projekte man für den TV-Markt herstellen möchte, zunächst an den Produkten, mit denen die Firma schon vertraut ist: Spielfilme. In Zusammenarbeit mit NBC Universal sollen Serienadaptionen populärer Kinohits aus dem Fundus von Working Title entstehen.
Als eines der ersten Projekte, das zur Adaption anstehen könnte, wird dabei in einem Bericht der englischen Zeitung The Guardian „Bridget Jones“ genannt. Die Überlegung dabei ist, den Film zu einem Serienformat zu entwickeln, welches man dann zur lokalen Adaption in verschiedene Länder verkaufen könnte, so dass national unterschiedliche Versionen des Stoffes entstehen würden. Zu klären sind dabei allerdings noch eine Reihe von rechtlichen Fragen, da Working Title an den Stoffen nur die Film- nicht aber etwaige Fernsehrechte hält.
Pete Smith, Präsident von NBC Universal International, sieht in dem Vorhaben eine gute Geschäftsidee, da es einen großen Bedarf für Serien gäbe, die maßgeschneidert für bestimmte Nationen hergestellt werden, dabei jedoch kostensparend sind, weil die gleichen Drehbücher immer wieder verwendet werden können - und die Zuschauer mit den Grundlagen der Stoffe bereits durch die Film-Versionen vertraut seien.
Christian Junklewitz am Montag, 1.März 2010 11.00 Uhr
3 Leserkommentare
| series_addict vor 2 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Wenn die Autorin Helen Fielding gute Verträge abgeschlossen hat, wird sie sich bei Umsetzung dieser Ideen eine goldene Nase verdienen können. Und das erneut, nachdem mittlerweile über ein Jahrzehnt seit Romanveröffentlichung vergangen ist... Na, Glückwunsch, Helen | |
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| wibi44 vor 2 Jahren: | Platz 6 in der Community Top-100 |
Doch nicht "Bridget Jones". "State of play" passt viel besser in die britische Tradition, qualitativ hochwertige Miniserien zu produzieren. "Bridget Jones" ist doch eher was für die Soap-Fraktion. | |
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| Ponder Stibbons vor 2 Jahren: | Platz 15 in der Community Top-100 |
Soll ja scheinbar auch ein Soap werden, was soll sonst die Lokalisation? Ich mag Lokalisation nicht, ich will die Andersartigkeit in den Serien, ich will vielleicht auch nachforschen müßen, warum etwas wie ist. Sonst kann ich ja gleich deutsche oder österreichische Serien schauen. | |
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