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Besuch im Serienland #4: Season 2008/2009
 Kein Nachfolger in Sicht: „Lost“, einer der Höhepunkte der US-Serienrevolution (c) ABC
Ist die Zeit der großen US-Serien etwa schon wieder vorbei? Mit dieser provokanten Frage leitet der feuilletonistische Blog Der Umblätterer seine diesjährige Präsentation der Serien-Top10 der vergangenen US-Season ein.
Wie schon in den vergangenen Jahren (s.u.) stellt Frank Fischer alias Paco in seinem Blog Der Umblätterer die Serien-Highlights der gerade abgelaufenen Season vor. In seinem Vorwort zu den diesjährigen Top Ten stellt Fischer die so provokante wie diskussionswürdige These in den Raum, dass der Hype um die US-Serien irgendwie schon vorbei sei.
„Besuch im Serienland #4: Season 2008/2009“ nachzulesen bei Serienjunkies
Die US-Serie habe sich in den letzten Jahren vor allem dadurch ausgezeichnet, dass sie - angefangen bei „Six Feet Under“ bis zu „Desperate Housewives“ und „Lost“ - das große Epos als Erzählform genutzt habe, also große übergreifende Handlungsbögen. Das war es auch, was die Aufmerksamkeit des Feuilletons auf die US-Serie gelenkt habe. Diese Zeit neige sich jedoch ihrem Ende entgegen, da ein neues „Lost“ oder „Desperate Housewives“ nicht am Horizont zu erkennen seien. Davon unberührt sei die Möglichkeit, dass es natürlich immer noch kleine Serienperlen wie „Breaking Bad“ oder „Mad Men“ gebe.
Diese These hat durchaus etwas für sich: Denn so ganz wird sich wohl keiner von uns von dem Gefühl lossagen können, dass mit dem sich mehr und mehr abzeichnenden Ende der Giganten, in die man auf jeden Fall auch „24“ einreihen muss, keine Serie in Sicht ist, die hier zum adäquaten Stellvertreter avancieren könnte. „Heroes“ schien ein Kandidat zu sein - schreckte jedoch von Staffel 2 aufwärts immer wieder vor der nötigen Konsequenz zurück, was ein ums andere Mal verworrene Storylines zur Folge hatte - Zuschauerschwund inklusive.
Es wäre allerdings vielleicht auch ein wenig zu viel erwartet, wenn man tatsächlich damit rechnen würde, dass die erzählerische Form der Serie alle paar Jahre eine komplette Revolution durchläuft - so wie es in den USA seit den 90er Jahren der Fall gewesen ist. Folgt daraus, dass das Interesse an Fernsehserien jetzt wieder schwinden wird? Es ist nicht zu hoffen. Schließlich haben TV-Serien noch sehr viel mehr zu bieten als eine romanhafte Narration. Weiterführende Links zum Thema:
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Christian Junklewitz am Freitag, 11.September 2009 10.00 Uhr
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| 1. DJ Doena:Am Freitag, 11.September 2009 um 10.06 Uhr: |  | | Kommentare: 195 | | Junkie seit: 12.06.09 |
| Andere Länder mögen zwar auch gute Serien haben, die Frage ist aber, ob die hier bei uns wirklich ankommen werden (sowohl physisch, als auch mental).
Man sieht ja schon an den britischen Serien, wie wenige nur den doch relativ kurzen Sprung über den Kanal schaffen.
Wir sind extrem US-fixiert und solange von dort ein auch nur halbwegs brauchbarer Strom von Nachschub kommt, wird sich daran nichts ändern.
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| 2. hamsterdam:Am Freitag, 11.September 2009 um 10.36 Uhr: |  | | Kommentare: 241 | | Junkie seit: 04.06.09 |
| "Diese Zeit neige sich jedoch ihrem Ende entgegen, da ein neues „Lost“ oder „Desperate Housewives“ nicht am Horizont zu erkennen seien"
Ich glaube schon, dass es bald wieder ein Format geben wird, das ähnlich wie "Lost" Leute aus der ganzen Welt begeistern wird. Dass nicht jede Season ein solcher Knaller hat, ist doch klar, ich jedenfalls bin da zuversichtlich und glaube, die Zeit wird das schon richten. "Flash Forward" wird ja zum Beispiel schon als nächstes "Lost" gehandelt. Mal schauen, ob es die riesigen Erwartungen befriedigen kann. |
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| 3. Ponder Stibbons:Am Freitag, 11.September 2009 um 10.44 Uhr: |  | | Kommentare: 328 | | Junkie seit: 06.08.09 |
| @DJ Doena: Ich war in den USA und ich war in UK ... ich muß leider sagen, dass uns die Amerikaner, auch wenn sie weiter weg leben, kulturell, vom Lebensstil und der ganzen Art näher sind als die Briten - auch wenn man es kaum glauben kann.
Als kleines Beispiel: beim GAP in den USA habe ich tonnenweise Kleidung für meine Familie und mich gefunden, bei GAP in UK nur grausam karrierte Flanellhemden.
Und als Beispiel aus dem Serienland: USA - The Agency vs. Spooks ... Spooks war zum Einschlafen - leider
Außer den Serien aus dem Dr. Who Universum sehe ich fast nichts ursprünglich britisches ... ach ja Primeval
BTW: ich hätte eher BSG als DH oder soetwas genannt, wenn es um episch geht ... aber bitte.
Abgesehen davon haben auch manche Procedurals ihren Reiz. |
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| 4. Ponder Stibbons:Am Freitag, 11.September 2009 um 10.56 Uhr: |  | | Kommentare: 328 | | Junkie seit: 06.08.09 |
| Ach ja und zum Artikel: ich erwarte mir nichts von jemanden, der in keinem der Jahre BSG irgendwo gelistet hatte - nicht mal im Jahr 2007/2008 unter den Top 30 -, aber die Simpsons im Jahr 2005/2006 und 2006/2007 unter den Top 10.
Ich mag die Simpsons auch, aber in so "späten" Seasons hätte ich sie dort nicht mehr gelistet.
Was soll man sagen, scheint ein Fan zu sein, und da kann man nichts machen. |
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| 5. DJ Doena:Am Freitag, 11.September 2009 um 11.06 Uhr: |  | | Kommentare: 195 | | Junkie seit: 12.06.09 |
| @Ponder: z.B. Life on Mars, Being Human und Merlin sind aber kulturell gesehen Serien, die es bei uns genauso einfach haben sollten, wie US-Serien.
Das jetzt der Humor von Fawlty Towers oder Red Dwarf nicht so richtig ankommt, seh ich ja noch ein - Seinfeld ist ja hier auch gnadenlos durchgefallen
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| 6. sergej:Am Freitag, 11.September 2009 um 11.11 Uhr: |  | | Kommentare: 226 | | Junkie seit: 01.07.09 |
| Es gibt schon genügend gute UK Serien, wie Doctor Who, Torchwood, The Sarah Jane Adventures (mitte Sept, beginnt S3 mit den Doctor in Folge 5+6), Merlin (Staffel 2 ab Mitte Sept.), Robin Hood (leider nach S3 vorbei, aber geniales akzeptables Ende), Being Human, Little Britain, The Office, Live on Mars, ashes to ashes (LoM Spin Off), Being Human, The Secret Diary of a Call Girl, Demons und Primeval hab ich noch gesehen, aber das ist ziehmlich schlecht, besonders S3 |
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| 7. hamsterdam:Am Freitag, 11.September 2009 um 11.17 Uhr: |  | | Kommentare: 241 | | Junkie seit: 04.06.09 |
| Gute Britische Serien gibts viele! Neben denjenigen, die sergej aufgezählt hat, sehe ich noch Skins, The Street (muss man unbedingt mal reinschauen!), The IT Crowd und Black Books (kann man hier aber als Sitcoms wohl nicht dazunehmen), Coupling, Shameless..... Und sicher habe ich jetzt noch einige vergessen. Aber es scheinen viele Leute hier ein Vorurteil gegenüber britischen Serien zu haben, was ich angesichts der z.T. sehr guten (häufig auch den US-Serien überlegenen) Qualität nicht nachvollziehen kann. |
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| 8. Ponder Stibbons:Am Freitag, 11.September 2009 um 12.23 Uhr: |  | | Kommentare: 328 | | Junkie seit: 06.08.09 |
| @DJ Doena: soweit zurück wie Fawlty Towers, Blackadder oder gar Monty Pythons - was man vielleicht nicht wirklich dazu rechnen kann, habe ich jetzt gar nicht gedacht.
Bei den anderen genannten gebe ich Dir recht. Wobei Being Human es sicher schwer hätte, denn so außergewöhnlich ist die Serie nicht.
Keine Ahnung, warum deutsche Sender Serien immer so gekonnt versenkt haben.
Generell bin ich eher im SF und Crime zu Hause, daher habe ich das Dr. Who Universum ja ohnehin erwähnt. Aus dem selben Grund denke ich selten an Merlin, Being Human, The Secret Diary of a Call Girl etc.
Ich ändere daher meine Aussage ab: mir fallenad ad-hoc keine guten aktuellen Crime- bzw. Thriller (Agency, Spooks ...) Serien ein, die aus UK kommen. 
Life on Mars zählt da nicht wirklich dazu, und bitte komm mir jetzt keiner mit Inspector Barnaby o.Ä.
Ach ja und zu Robin Hood ... da habe ich damals die 80er Serie mit Michael Praed und später Jason Connery gesehen ... seither ist mein Bedarf gedeckt - vielleicht sollte ich mir das Neue einmal geben ... und danach wieder läster >;->
Ich hab sicher kein Vorurteil gegen britische Serien, ich sehe Dr. Who schon seit Sylvester McCoy - damals halt nur sporadisch, und Monty Python bzw. Blackadder sind bis heute IMHO unschlagbar. |
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| 9. DJ Doena:Am Freitag, 11.September 2009 um 13.04 Uhr: |  | | Kommentare: 195 | | Junkie seit: 12.06.09 |
| Ich bin wiederum fast überhaupt nicht im Polzei-Crime-Gewerbe zuhause (CSI & co gehen gar nicht). Aber gibts da nicht auch diese eine englische Serie, die hier ziemlich gut laufen soll? Keine Ahnung wie die heißt, aber der Hauptdarsteller ist Robbie Coltraine - Rubeus Hagrid in den Potter-Filmen. |
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| 10. sergej:Am Freitag, 11.September 2009 um 13.06 Uhr: |  | | Kommentare: 226 | | Junkie seit: 01.07.09 |
| Also das neue Robin Hood ist eine modernere Version, ebenso Merlin, das hat vielleicht etwas ähnlichkeit mit Smallville, da es auch um seine jugend Zeit geht und er seine Kräfte verstecken muss, aber gleichzeitig verstecken muss, Tricktechnisch und auch von den Folgen ansich her besser als die andere neue Fantasy Serie aus den USA: LotS |
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| 11. eronix:Am Freitag, 11.September 2009 um 13.09 Uhr: |  | | Kommentare: 43 | | Junkie seit: 14.06.09 |
| Vorbei sicherlich noch nicht. Ich würde eher sagen, dass der Serienmarkt übersättigt ist, es gibt einfach zuviele Serien und nur ein Bruchteil kann sich aus dieser Serienmasse abheben, weil bei denen das gewisse Etwas dabei ist und sie einfach funktionieren. Somit bekommt man das Gefühl das es nicht mehr vorrangeht. Ich würde sagen, es stagniert momentan eher im Genre Serie. Die Mehrzahl der Serien sind schlichtweg Mist, sowohl in den USA als auch bei uns und vorallem in Großbritannien. Alles schon dagewesen und wird gerade den Jüngeren als brand neu verkauft. Und die glauben das auch. Keiner erwartet, dass eine Serie das Genre neu erfinden soll - das ist fast unmöglich - aber ein bisschen mehr Kreativität darf es schon sein.
Die 70er und 80er sind eben vorbei. Vorbei die Zeit von sprechenden Autos, schwarzen Helikoptern und Typen die von Colonel Decker gejagd werden für ein Verbrechen das sie...
Ironischerweise versucht man genau solche Serien neu aufzulegen, was natürlich nicht mehr funktioniert - und das ist auch gut so. Es geht ja auch anders, mit neuen Ideen wodurch sich Serien deutlich von anderen abheben. Und das quer durch alle Genres.
Neben US-Serien heben sich vorallem Serien aus dem Nachbarland Kanada ab. Die meist leider keine lange Halbwertszeit haben, was aber mehr an finanziellen Mitteln und dem großen Markt in den USA liegen mag. Bei uns...tja was haben wir denn schon, Alarm für Cobra 11. Man muss es nicht mögen weil es immer nach dem gleichen Prinzip abläuft aber es ist nunmal erfolgreich. Dazu gesellen sich Konsorten wie Rex und Co. Der Rest versucht gnadenlos US-Serien zu kopieren in der Hoffnung es merkt keiner. Naja und im UK, da gibts Serien die für nicht Inselbewohner eher langweilig sind. Nix spannendes oder überzeugendes, mehr so Trash was sich auf der Insel und nur dort eben gut verkauft. Abheben tut sich hier wie ich finde die Miniserie Jekyll. Mit wenig wurde hier viel erreicht.
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zuletzt geändert:11.09.2009 14:12 |
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| 12. Ponder Stibbons:Am Freitag, 11.September 2009 um 13.23 Uhr: |  | | Kommentare: 328 | | Junkie seit: 06.08.09 |
| Manche Serien verdienen sehrwohl ein Remake, aber da muß man schon sehr genau darauf achten, welche, und wie das gemacht wird. Das einzige Beispiel, dass ich wirklich voll inhaltlich da akzeptiere ist BSG. Die Idee ist zwar die selbe, daber die Umsetzung ist dünkler, realistischer, zeitloser ... so wie auch Star Trek Spin-offs eigentlich zeitloser, also nicht so an die Mode und die Lebens- und Denkweise des entstehungszeitraums gebunden, geworden sind.
Meisterwerke sind einfach zeitlos, die kann man sich in 10, 20 ... Jahren noch ansehen und die laßen einen nicht übel werden, weil man sich denkt "das hat mir mal gefallen".
Ich denke BSG ist soetwas, genauso wie bei den Filmen 2001, der ist 40 Jahre alt und wirkt noch immer so, als wäre er gerade erst entstande - ganz im Gegensatz zu Star Trek, Star Wars, Buck Rogers oder was auch immer.
Zu den sprechenden scharzen Autos kann ich nur sagen: rein technisch und sozialdynamisch war das Remake besser gemacht als das Original - schade nur das es das schon gegeben hat, den so war der Plot natürlich nur eine Wiederholung |
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| 13. Ponder Stibbons:Am Freitag, 11.September 2009 um 13.25 Uhr: |  | | Kommentare: 328 | | Junkie seit: 06.08.09 |
| Generell stimmt das aber mit der Übersättigung - ich habe wirklich ein problem alles zu sehen, was nur halbwegs interessant klingt, so wie jeder echte SJ, und damit reduziert man sich selbst auf das was einem am ehsten gefällt - und man betet heimlich, dass der ganze andere Schrott abgesetzt wird, damit mehr von dem gemacht wird, was einem gefällt  |
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| 14. sergej:Am Freitag, 11.September 2009 um 13.47 Uhr: |  | | Kommentare: 226 | | Junkie seit: 01.07.09 |
| @eronix
Das in UK nur Trash läuft kommt eben auf die Geschmäcker drauf an, Torchwood hat ja auch für RTL2 ganz akzeptable Quoten in DE und CoE (also S3) ist für mich auf jeden Fall das TV Ereignis des Jahres, da es nur 5 Folgen hat mit fortlaufender Handlung, dramatik, spannung und dichter Erzählweise, wodurch es sich von S1 und S2 mit ihren mal gut mal weniger guten Folgen abhebt.
Doctor Who ist sowieso Kult da es schon seit 1963 läuft (mit Pause zwischen 1987 - 2005), aber das macht die Serie nunmal aus und wurde auch übernommen, das der Doctor in jeder Zeit und auf jeden Planeten oder auf einer Raumstation (bzw. Schiff) auftauchen kann, lässt es nie langweilig werden, mal Actionreich, dramatisch und der englische Humor ist sowie immer dabei. Alarm für Cobra 11 hat gute Stunts, aber richtiger bzw. guter Story und da gibts dann doch besseres aus den USA, z.B. 7 Staffeln The Shield oder SoA.
Komisar Rex hab ich mal vor Jahren eine Folge geguckt, das reicht dann auch. Die einzige deutsche Serie die ich gucke ist DD, weil es ziehmlich lustig und ganz gut gemacht ist.
In Kanada wird ja schon seit Jahren Stargate produziert, so auch der neue spin-off der bald kommt.
Das manche Serien in DE nicht ankommen liegt einfach daran, das die meisten deutschen eher einfache Kost haben wollen, Serien mit tiefgründiger Handlung wie zum Beispiel Lost fällt eben durch, genauso außergewöhnliche Produktionen aus UK, Kanada und USA.
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zuletzt geändert:11.09.2009 13:49 |
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| 15. hellfeyer:Am Freitag, 11.September 2009 um 14.38 Uhr: |  | | Kommentare: 25 | | Junkie seit: 17.08.09 |
| deutschland, armes serienland...
aus macher-sicht ist das serienformat sicher interessanter - man hat erzählerisch viel mehr möglichkeiten als bei einem "normalen" spielfilm und produktionstechnisch werden die abstände auch geringer (blockbusterbob jerry bruckheimer ist hier nur ein name, der sich in serienhinsicht bemerkbar gemacht hat...). insoweit wird der nachschub aus den usa garantiert anhalten: kein markt produziert qualität in der breite (sicher ist hier auch viel mist dabei, aber immerhin schaffen es die spitzenprodukte, sich auch international vergleichslos anzubieten). und kreative leute, die vor zwanzig jahren noch beim kino gelandet sind, lassen sich nur zu gerne von den networks abwerben - solange die künstlerische freiheit einigermaßen gewährt bleibt.
@ ponder stibbons: ich halte bsg für ebenso klasse wie du, denke ich. die neuauflage ist aber weit entfernt von zeitlos! gerade das aufarbeiten der themen terrorismus, selbstmordattentäter, etc. ist topaktuell...und ich könnte schwören, von den autoren auch so gemeint. in diesem sinne funktioniert übrigens auch die neuauflage von robin hood - zumindest in den ersten beiden staffeln sind die remineszenzen an die aktuelle politische lage (des königreiches) fast bemerkenswert kritisch...sehenswert, zumal die protagonisten im vergleich zur letzten auflage durchweg akzeptable haarschnitte mitbringen.
@ eronix: ich bin nicht im mindesten enttäuscht, dass es nur wenige klasseprodukte gibt, die aus der masse herausstechen - das ist doch gerade ein merkmal! wer würde noch seinen namen kennen, wenn es...ich sage mal...350 usain bolts gäbe?
im übrigen ist jeder fan dazu aufgerufen, seine favorites durch nachvollziehbare sichtung, kauf, etc. quotentechnisch aufzupeppen. damit nicht die bügelfernseher über das entscheiden, was überlebt. denn die sind leider die mehrheit... |
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| 16. Ponder Stibbons:Am Freitag, 11.September 2009 um 16.10 Uhr: |  | | Kommentare: 328 | | Junkie seit: 06.08.09 |
| @sergei: auch wenn Stargate in Kanda produziert wird ist sie dennoch keine kanadische Serie. Das wäre ungefähr so, wie wenn man sagen würde, dass ein Traumschiff (ich bringe das nur, weil wahrscheinlich die meisten die österreichische Serie 2Der Sonne entgegen" nicht kennen werden) dass in der Karibk produziert wird eine Produktion von dort wäre, oder jeder Film der im Ausland produziert wird, eine Produktion dieses Landes.
Ob Hollywood nun in Kalifornien, New York, Mexiko, oder Kanada produziert wird, es bleibt dennoch eine Hollywood Produktion.
Im Fall von Stargate wird die Serie als US/Kanadische Koproduktion geführt.
Ich werde jetzt nicht sagen, dass sich Kanada und die USA ohnehin ähnlicher sind, als ihnen lieb ist, genauso wie Deutschland und Österreich, weil ich damit keine Diskussion auslösen will (duck-und-schnell-in-Deckung-geh) 
@hellfever: toll dass Du noch so optimistisch eingestellt bist, tortz Deinem Nick 
Ich interpretiere Deine Aussage nämlich so: Du glaubst, dass BSG nicht wirklich Zeitlos ist, weil Terrorismus ein großes Thema spielt. Weil Terrorismus einmal kein Thema mehr sein wird? Seitdem Terrorismus erfunden wurde hat das nie mehr aufgehört, und wird eher stärker als schwächer - ich befürchte das wird sich nie mehr ändern.
Außerdem ist es aus einem anderen Grund schon unrealistisch, da andere Werke, wie z.B. Star Wars, zwar nicht mehr so zeitlos wirken, aber eher wegen der Technik und ähnlichem, und nicht wegen dem Thema. Auch da gibt es Terroristen - werden halt Rebellen genannt, und sind in dem Fall die "Guten".
Das Thema an und für sich hat für mich keinen oder nur wenig Zusammenhang mit Zeitlosigkeit, außer es geht z.B um die Suffragetten des 20 Jhdts.
In dem Fall aber ist es genauso wie Serien wie Das Haus am Eaton Place, eine historische, und wirkt auch dann noch immer "zeitlos", wenn die Optik (Farbe, Schärfe, Schnitt) modern ist.
Oder vielleicht sogar unrealistisch, comichaft, wie in 300 |
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| 17. unit66:Am Freitag, 11.September 2009 um 16.11 Uhr: |  | | Kommentare: 142 | | Junkie seit: 08.08.09 |
| Erstmal danke an Christian Junklewitz, er hat verstanden was ich meinte (Globalisierung usw.). Ich hätte nicht gedacht das das derart ins Rampenlicht rückt 
Allgemein hoffe ich auch darauf mal ein paar europäische Serien (Spanien, Frankreich, Italien, Schweden usw.) nicht nur im ÖR zu sehen sondern auch bei den privaten.
Serien aus dem UK finde ich ziemlich inovativ - ich bin immer wieder erstaunt was so ein kleines Land an Krachern hervorbringt.
@Ponder Stibbons: Frank Fischer alias Paco scheint, wenn du dir die anderen Listen anschaust, nicht gerade ein Science-Fiction-Fan zu sein. Ich persönlich hätte BSG auch reingezählt und dafür viele Sitcom Formate weggelassen - die machen zwar süchtig sind aber nicht so mental herausfordernd. Life on Mars ist aufjedenfall zu empfehlen.
@sergej: Ich fand gerade die S3 von Primeval gut gelungen - naja für primevalverhälntnisse halt, aber das ist wohl Geschmacksache. |
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| 18. eronix:Am Freitag, 11.September 2009 um 16.59 Uhr: |  | | Kommentare: 43 | | Junkie seit: 14.06.09 |
| Das sehe ich ja genauso, hellfeyer. Das war lediglich eine allgemeine Feststellung die nicht meine Meinung widerspiegelt und ist eher als ein Armutszeugnis der Macher auszulegen. Mindestens 50% der Serien sind doch Ausschuss und das wird sich auch nicht ändern. Aber hey, so behält man wenigstens den Überblick.
Schlimm nur, dass diese Serien dann bei uns auch noch geguckt werden und somit eine geringe Anzahl von Leuten über Sieg und Niederlage entscheidet. Zudem lassen sich viele davon auch noch in ihren Sehgewohnheiten beeinflussen . Ein Grund warum es bei uns einige gute Serien sehr schwer haben. Andere hingegen sind zudem auch noch massentauglich und haben es dementsprechend leichter. |
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| 19. hellfeyer:Am Samstag, 12.September 2009 um 08.41 Uhr: |  | | Kommentare: 25 | | Junkie seit: 17.08.09 |
| @ ponder stibbons: gebe dir recht bezüglich deiner terrorismusthesen...lesens(!)wert in dem zusammenhang: wolfgang sofsky: traktat über die gewalt. der fokus in der gesellschaft (auf den nach altem bonmot die kunst ja reagiert) ist seit dem 11. september aber noch einmal ein anderer. man könnte auch sagen, in der kunst (ja, auch in tv-serien) hat in den usa das stattgefunden, was in der politik über jahre fehlanzeige war...auch ein qualitätsmerkmal.
@ eronix: ich sage mal salopp, auf jeden topf passt auch ein deckel. mir persönlich ist z.b. schleierhaft, in wievielen varianten "ncsis: mordfall in new miami" noch durchgespielt werden kann, bis auch der letzte konsument dem hospitalismus anheim fällt - trotzdem sei es allen fans gegönnt. das mysterium der einschaltquotengenerierung als hauptmerkmal für den erfolg einer serie herzunehmen, halte ich allerdings auch für überaltet (s. auch den artikel zu illegalen downloads, irgendwo auf dieser seite).
es fällt zudem auf, dass in deutschland serien mit großem horizontalen, staffelübergreifenden erzählbogen weniger gut landen als in den staaten. ob das mit kurzzeitgedächtnis, suchtanfälligkeit oder unterschiedlicher freizeitplanung zu tun hat...keine ahnung. mir gefallen diese serien besser: es deckt sich mit meiner erfahrung, dass menschen sich entwickeln über die zeit (und nicht colt seavers-gleich immer wieder bei null anfangen). |
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| 20. Icarus:Am Samstag, 12.September 2009 um 11.49 Uhr: |  | | Kommentare: 69 | | Junkie seit: 03.06.09 |
| lol -- sorry aber was für eine provokante These !!
Das Fernsehen ist am Aussterben. Selbst das geistig technisch und intellektuell zurückgebliebene deutsche Fernsehen streamt im internet Programme über Programme. ARD ZDF die privaten ect.
Sobald die Generation, dienicht mit i-net nicht aufgefachsen ist überlebt wurde ist die Zeit des ich zappe durch Programme in der Hoffnung nicht auf die 60te Wiederholung der Nanny zu stoßen, oder mir eine dämliche Gerichtsshow anzuschauen vorbei.
Formate mit übergreifender Handlung haben in Deutschland keinen großen Erfolg aus vielen Gründen.
Unter anderem Z.b. traut man keinem Sender eine Serie am Stück auszustrahlen, plant also Tag X in der Woche nicht wirklich zum Serienschauen ein. Das Ergebnis - wir haben viele Gelegenheitszuschauer - Bei Monk 2 Folgen zu verpassen ist nunmal nicht schlimm. Bei Lost z.b. sieht die Sache da schon anders aus.
Des weiteren gibt es nie feste Termine wann denn die nächste STaffel weiter geht oder ob sie überhaupt kommt. All das verunsichert Zuschauer.
All das wird sich in den nächsten Jahren radikal ändern - so wie es sich für die meisten HIER auf dieser Seite geändert hat. Die zahl der Serienschauer die kein klassisches TV mehr benutzen wächst täglich. Die Katastrophe steht für die Fernsehanstalten vor der TÜR - nur hat natürlich keiner Lust es zuzugeben.
In ein paar Jahren +- sind dann alle völlig überrascht 
So funktioniert Wirtschaft Fragt die Musikindustrie oder die Banken .... |
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| 21. unit66:Am Samstag, 12.September 2009 um 13.20 Uhr: |  | | Kommentare: 142 | | Junkie seit: 08.08.09 |
| @hellfeyer & Icarus: Dass Formate mit episodenübergreifender Handlung in Deutschland kein Riesenerfolg sind liegt nicht nur an deren Sensibilität was die Aufmerksamkeit der Zuschauer angeht, sondern auch an ihrer bescheuerten Programmierung. Sie gehören nunmal an die Abende der Woche an denen die meisten Menschen der Zielgruppe auch tatsächlich Fernsehen (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Sonntag) statt an den Tagen an denen Ottonormalzielgruppenseher vielleicht doch lieber mit Freunden feiern geht (Montag, Freitag, Samstag). Schaut man sich an wo Serien programmiert sind dann ist das meistens genau anderstherum.
Treffer was die Programmierung angeht sind z.B. Grey's Anatomy, 24 (fortlaufende Handlung) und die Freitagskrimiduelle von Kabel1 und VOX. Natürlich gibt es auch Serien die so gut sind dass es vollkommen egal ist wo man sie innerhalb der Prime Time hinsteckt.
Längerfristig glaube ich dass es bald nurnoch Nachrichtensender geben wird. Das zeigt die vor allem in den USA weit verbreiteten Festplattenrekorder und das Onlineschauen von Serien und Shows. Das ganze ist aber weniger auf ein Versagen der Networks oder Sender zurückzuführen sondern auf die zunehmende Flexibiliesierung der Lebensumstände und des Arbeitsumfeldes, aufgrund der zunehmenden Informationsgeschwindigkeit - ergo das Zusammenbrechen der bisherigen Massenmedien im Fernsehbereich ist vielleicht ein Teil des Globalisierungsprozesses. (Ich hoffe der Satz ist verständlich ) |
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