US-Autorenstreik: Erste Showrunner arbeiten wieder

Zu den Arbeiten, die die Showrunner auch bei einem Streik der Autoren erledigen können, gehören normale Produktionsarbeiten und alles was nicht die Veränderung eines Scripts zur Folge hat. So werden beispielsweise Szenen geschnitten, mit Musikstücken untermalt oder mit einzelnen Darstellern Texte eingesprochen.
Einer der Showrunner, die bereits wieder in ihren Büros quartiert bezogen ist Carlton Cuse. Er arbeitet derzeit an weiteren Episoden der bereits reduzierten 4. Staffel des Inselabenteuers „Lost“. Die neue Staffel der Serie soll im Februar beim US-Broadcaster ABC an den Start gehen.
Vor rund drei Wochen erklärten sich die Showrunner Hollywoods solidarisch mit den Autoren der Branche. Showrunner die ebenfalls Autoren sind, dürfen während des Streiks sowieso keinen Stift in die Hand nehmen, ohne als Streikbrecher für immer gebrandmarkt zu sein.
Ein kleiner Beitrag zur Rückkehr der Showrunner an ihre Arbeitsplätze dürften auch die Briefe der Anwälte der Produktionsgesellschaften sein, die die Empfänger darauf aufmerksam machten, dass sie Vertragsbruch begingen und dafür finanziell zur Verantwortung gezogen werden könnten.
Doch versuchen mehr und mehr Showrunner sich unter dem Radar zu bewegen. Möchte man eben doch nicht als Streikbrecher dastehen. Solidarität hin oder her, nicht jeder von ihnen kann es sich finanziell leisten, wochenlang nicht zu arbeiten.

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