Amerikanische Kabelsender gewinnen, Broadcaster verlieren

Amerikanische Kabelsender gewinnen, Broadcaster verlieren
Für USA Network ein Gewinner: Neuling „In Plain Sight“
© 2008 USA Network

Während in der Presse häufig nur von rückläufigen Zuschauerzahlen die Rede ist, die die fünf traditionellen amerikanischen Broadcaster betreffen, so ist das nur die halbe Wahrheit: Denn mehr Amerikaner verbringen mehr Zeit als je bisher mit Fernsehinhalten - im Kabelfernsehen.

Rückläufige Zuschauerzahlen sind in der amerikanischen Fernsehbranche momentan das große Thema- denn täglich veröffentlichen die fünf großen Broadcater (ABC, NBC, FOX, CBS und The CW) die Einschaltquoten vom Vortag, und diese liegen in der Summe deutlich unter den Ergebnissen der Vorjahre. Oft wird bei dieser Kriese vergessen, dass die Einschaltquoten der Konkurrenz - der Gesamtheit aller Kabelsender - in diesem Jahr deutlich angestiegen ist.

„Amerikanische Kabelsender gewinnen, Broadcaster verlieren“ nachzulesen bei Serienjunkies

Manche Branchenberichte rechnen vor, die Fernsehnetworks haben in dieser Season 2 Millionen Zuschauer verloren, andere (kabelnahe Kreise) schätzen die Zahl sogar auf 2,6 Millionen Haushalte (!). Fest steht, dass das amerikanische Kabelsender in ihrer Gesamtheit momentan 5 Millionen Zuschauer mehr in der Primetime anziehen, als noch vor zwei Jahren.

So konnte der Kabelprimus USA Network (Serienjunkies vom 1. Januar 2009) zuletzt in einer Pressemitteilung verkünden: „'USA Network' übernimmt die Kabelkrone mit dem besten Jahresergebnis bisher“ und vermelden, dass man in den Altersgruppen 25-54 und 18-49 im vergangenen Jahr die Einschaltquoten dominierte.

Ähnlich legten TNT und Fox News persönliche Bestmarken hin, ebenso aber auch viele Nischenkanäle wie Discovery Health, History Channel und Versus. So verkündete der History Channel beispielsweise: „History feiert sein bestes Jahr aller Zeiten“ und benannte in der Meldung einen Zuschauerzuwachs von 10% in der Altersgruppe 25-54.

Das sind aber nur die Spitzenmeldungen von insgesamt 37 erfassten werbefinanzierten Kabelsendern. Die Gründe für diesen Zuwachs sind vielfach. Die beherrschenden Themen des vergangenen Jahres - der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf, aber auch die Olympischen Spiele - fanden im Kabelfernsehen eine erfolgreiche Heimat. Denn das Medienkonglomerat NBC Universal zeigte z.B. die Spiele nicht nur bei seinem Hauptsender NBC, sondern eben auch in Teilen bei seinem Kabelableger USA Network.

Das Fox News sein unglaubliches Ergebnis - in der Jahresrangliste der Kabelsender verbesserte sich der Sender um mehrere Plätze auf Rang drei hinter USA und dem eher ein junges Publikum anziehenden Disney Channel - dem langen Wahlkampf verdankt, ist unbestritten. Aber auch TNT fuhr in der Zeit ein herausragendes Ergebnis ein.

Hinzu kommt ein Ausbau von eigenproduzierten fiktionalen Serien-Inhalten - im Gegensatz zu Wiederholungen von weitestgehend ehemaligen Network-Serien. So konnte USA Network auf seine Serienveteranen „Monk“, „Psych“ und „Burn Notice“ zählen, und in diesem Umfeld mit „In Plain Sight“ eine neue, erfolgreiche Serie starten. Ähnliches gilt für TNT mit „The Closer“ und „Saving Grace“ bzw. neuen Formaten wie „Raising The Bar“.

Hinzu kommen neue Formate, die ihren Sendern in den Einschaltquoten ungeahnte Höhen bescherten, wie ABC Familys „The Secret Life Of The American Teenager“ oder FX' „Sons of Anarchy“.

Aber wo es „beste Ergebnisse“ gibt, gibt es auch „schlimmste Ergebisse“ - nur eben nicht für die Kabelsender: Die 2,6 Millionen Haushalte, die das Networkfernsehen verloren hat, entsprechen etwa der Stadt Philadelphia - in der Liste der bevölkerungsreichsten Städte der USA immerhin die Nummer sechs: „Wir reden hier nicht nur über einen substanziellen Verlust von Zuschauern im Network-Fernsehen - sondern vom größten Verlust aller Zeiten!“, so der Medienexperte Jack Wakshlag vom Konglomerat Turner (TNT, TBS).

Bernd Michael Krannich am Sonntag, 4.Januar 2009 12.00 Uhr

© serienjunkies.de KG, Alle Rechte vorbehalten.

News NavigatorPlay By Day: Teenie-Dramedy «Sugar Rush» startet bei TIMMAllein gegen die Zeit: Eine Woche lang bei KI.KA

Hinweis

Nur registrierte Mitglieder können Kommentare verfassen!

Es können nur angemeldete Mitglieder der Community von Serienjunkies Fragen stellen und Antworten veröffentlichen. Die Registrierung und die Nutzung der Community ist kostenlos. Melde Dich noch heute an! Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren. Wir geben Deine persönlichen Daten nicht weiter. Versprochen!

Du bist noch nicht bei Serienjunkies angemeldet...

Dein Name:
Dein Kennwort:
Automatisches Login

oder

TV Community Registrieren

Weitere Beiträge von Bernd Michael Krannich

Das Archiv der TV-Meldungen von Sonntag, 4.Januar 2009

Diese Seite Verlinken

Link:
HTML
Forum






Aktuelle Biographien
Jennifer Aniston Jennifer Aniston
Jennifer Aniston wurde im kalifornischen Sherman Oaks geboren, lebte aber mit ihren Eltern,
Peter Facinelli Peter Facinelli
Peter Facinelli ist in Queens, New York City, zur Welt gekommen. Er ist der Sohn italienischer
Brenda Song Brenda Song
Trotz ihres jungen Alters ist Brenda Song schon ein echter Veteran im Fernsehgeschäft: Bereits
Ashton Kutcher Ashton Kutcher
Christopher Ashton Kutcher ist in dem beschaulichen Örtchen Cedar Rapids in Iowa zur Welt
Sutton Foster Sutton Foster
Schauspielerin Sutton Foster kann auf eine bereits sehr erfolgreiche Karriere zurückblicken,
Naya Rivera Naya Rivera
Naya Rivera erblickte in Valencia, Kalifornien, das Licht der Welt und ist in der Umgebung von
Serienjunkies abonnieren
RSS-Feed
RSS-Feed Siteupdates
NewsletterNewsletter
Deine E-Mail-Adresse (wird überprüft!):
HTML  
Neues aus den SJ Labs

Von Mobile zur Website

Ein großer Nachteil der automatischen Erkennung von mobilen Endgeräten ist die automatische Umleitung, die nicht immer erwünscht ist. Bislang führte dort kein Weg vorbei weiterlesen...

Impressum & Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Kontakt | FAQ | Partner | Mediadaten | Print


© 2003-2012 Serienjunkies.de KG, Schillerstraße 49a, 16341 Panketal

.