Allein gegen die Mafia - DVD-Review zu Staffel 6


Allein gegen die Mafia - DVD-Review zu Staffel 6
Allein gegen die Mafia

Die komplette 6. Staffel

Verleih: Kinowelt Home Entertainment/DVD
: 08.02.2008

Nach der Veröffentlichung von Staffel fünf vor zwei Monaten erschien gestern die sechste Staffel der Reihe „Allein gegen die Mafia“ (Original: „La Piovra“). Serienjunkie Sebastian Detzler hat diese Ausgabe des Klassikers unter die Lupe genommen.

Hintergrund

„Allein gegen die Mafia - DVD-Review zu Staffel 6“ nachzulesen bei Serienjunkies

Die unter anderem italienisch-deutsche Koproduktion gilt als Institution unter den Fernsehkrimis der Achtziger Jahre. Sie wurde von 1984 bis 2001 ausgestrahlt und umfasst insgesamt zehn Staffeln. Von, solange sie politisch unvoreingenommen waren, guten bis überwältigenden Kritiken begleitet und mehrfach dafür ausgezeichnet, wurde in der Serie viel Wert auf eine detaillierte und realistisch anmutende Darstellung der Mafia-Verbindungen in Italien/Sizilien gelegt. Von Beginn an wurde hierbei auch oft, und meistens nicht allzu subtil, auf politische Persönlichkeiten der Gegenwart und deren Beziehungen angespielt.

Wurden zunächst vor allem diese politischen Verbindungen des organisierten Verbrechens in den Fokus der Reihe gerückt, waren es in den darauf folgenden Staffeln auch internationale Beziehungen zu Banken und Waffen-, Drogenhandel. Deswegen passt der italienische Name der Serie, „La Piovra“, zu deutsch „Der Krake“, wunderbar zur Serie, repräsentiert er doch die „sich überall hin erstreckenden Arme der Mafia

(im übertragenen Sinne oft auch als eine Art Blutsauger interpretiert).

Inhalt

Nach dem augenscheinlichen Abgang des jahrelangen Hauptfieslings der Serie, Gaetano 'Tano' Cariddi, versucht der als äußerst brutal und skrupellos vorgehend eingeführte Amilcare Brenno höchsten Einfluss in der Organisation zu gewinnen. Um seine Macht stabilisieren zu können, „motiviert“ er einen dem Zuschauer ebenfalls altbekannten Gegenspieler, Antonio Espinosa (erneut genial verkörpert von

Bruno Crémer), dazu, Details über die Pläne von Cariddi und Brennos Rivalen

Lorenzo Ribeira zu erfahren.

'Tano' selbst hat zuvor allerdings ganz andere, private Pläne: Er will sich das Leben nehmen. Der Versuch schlägt jedoch fehl, was Commissario Licata zu seinem Vorteil nutzen will und den ehemaligen Mafiaboss zur Zusammenarbeit überredet. Mit der Hilfe von 'Tano' gelingt es Licata einige Verstrickungen der neuen Verbindungen, die bis hin zu ehemaligen Nazipropagandisten reichen, aufzudecken und diverse Geschäfte kurz vor ihrer Ausführung zu verhindern. Die Entführung von 'Fotograf' Bellinis Tochter Francesca kann ebenfalls aufgeklärt werden, entwickelt sich dabei jedoch zu Licatas schwerstem Fall...

Richterin Silvia Conti erhält indessen von der inhaftierten, ehemals durch die Mafia benutzten Bauarchitektin Contessa Olga Camastra sensible Informationen über die Drahtzieher von Commissario Cattanis Tod und versucht auf ein Neues, diese zur Rechenschaft zu ziehen.

Kritik

Als die sechste Staffel im Jahre 1992 anlief, wurde gerne darauf hingewiesen, dass die darin behandelte Geschichte augenscheinlich so nahe an die Realität kommen würde, dass Mitglieder der „echten“ Mafia versucht hatten, die Dreharbeiten zu behindern. Hinterher wurde die Staffel somit oft als „realistischste“, allerdings (zusammen mit den nur aus Rückblenden bestehenden Staffeln acht und neun) auch als „schwächste“ der Serie beschrieben - zurecht? Eine klare Antwort darauf lässt sich nicht finden. Die Fehler wurden wahrscheinlich bereits in Staffel fünf begangen.

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Sebastian Detzler am Samstag, 9.Februar 2008 10.30 Uhr

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