ABC kürzt «Forgotten», «V», «FlashForward» und andere

Starke Kürzung für Midseason-Serien, aber mehr «Housewives» und «Grey's Anatomy»

ABC kürzt «Forgotten», «V», «FlashForward» und andere
Morena Baccarin als Anna in „V“
© ABC

ABC hat seine Serienbestellungen für diese Season finalisiert. Wegen aktueller Entwicklungen wurde dabei die Episodenbestellung mehrere Serien teils deutlich, teils geringfügig nach unten korrigiert. Stark betroffen sind die zur Midseason startenden Serien, bei den laufenden Serien wie „V“ und „FlashForward“ wurde jeweils um eine Episode gekürzt.

Die Bestellung von Fernsehserien ist ein gutes Stück weit Planwirtschaft: Im Mai versuchen die Programmverantwortlichen, genug Serienware einzukaufen, um ein Jahr lang die Zuschauer zu unterhalten. Problematisch ist dabei, dass auch der Misserfolg von Formaten einplant werden muss. Schwierig, wenn der dann nicht eintritt, und die Herbst- und Midseasonserien um Programmplätze konkurrieren.

„ABC kürzt «Forgotten», «V», «FlashForward» und andere“ nachzulesen bei Serienjunkies

Von „V“ werden nach den jetzt vorgelegten Plänen lediglich 12 Episoden für die erste Staffel produziert. Bei „FlashForward“ wurde die Bestellung auf 24 Episoden festgeschrieben, nachdem zwischenzeitlich die Ausstrahlung von 25 Episoden angekündigt worden war (Serienjunkies vom 12. Oktober 2009). Zu „The Forgotten“ wurde klar gestellt, dass nur 17 Episoden ausgestrahlt werden. Zwar werden insgesamt 18 Episoden produziert, dazu zählt jedoch der ursprüngliche Pilot, der nach zwei wichtigen Rollenneubesetzungen nie gesendet wurde. Was hinter den geringfügigen Kürzungen bei „V“ und „FlashForward“ steht - finanzielle Erwägungen, kreative Gründe oder ein gesunkenes Vertrauen in die Formate - wurde nicht bekannt.

Härter trifft es die neuen Midseason-Serien von ABC. Die Alyssa Milano-Comedy „Romantically Challenged“ und die Serie um junge Anwälte „The Deep End“ kommen nur für jeweils sieben Episoden ins Programm. „The Deep End“ hat jetzt auch einen offiziellen Programmplatz: Ab 21. Januar übernimmt die Serie den Sendeplatz des pausierenden „FlashForward“ (Serienjunkies vom 4. Dezember 2009) am frühen Donnerstag Abend.
Ebenfalls kurz fällt die erste Staffel der Mystery-Serie „Happy Town“ aus, von der acht Episoden bestellt sind.

Mehr als die üblichen 22 Episoden gibt es von den altgedienten Serien „Grey's Anatomy“ (24 Folgen) und „Desperate Housewives“ (23 Episoden). Widersprüchlich sind die Angaben zu „Private Practice“, von dem ein Sendersprecher 22 Episoden ankündigte während Showrunnerin Shonda Rhimes per Microblogging-Dienst Twitter 23 Stunden ankündigte.

Die „normalen“ 22 Episoden bekommen nach bisherigem Stand die Fans von „Castle“, „The Middle“, „Modern Family“, „Cougar Town“, „Ugly Betty“ und „Brothers & Sisters“. „Lost“ hat, wie schon lange angekündigt (Serienjunkies vom 29. Juni 2009), 18 Sendestunden. Bei 13 Episoden bleibt es für die gerade zurückgekehrten Comedies „Scrubs“ - Med School und „Better off Ted“.

Bernd Michael Krannich am Donnerstag, 10.Dezember 2009 08.00 Uhr

© serienjunkies.de KG, Alle Rechte vorbehalten.

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13 Leserkommentare

conte.carli vor 3 Jahren:Platz 56 in der Community Top-100

Als ich den Titel gelesen habe und gesehen habe, dass V und Flash Forward gekürzt werden, dachte ich sofort "Was führen die Sender jetzt wieder auf!?". Und dann die "Entäuschung": Es handelt sich lediglich um eine Folge!^^

Bei den anderen Serien die wirklich kurz sind, ist es dafür umso erschreckender, dass nicht wie gewohnt 13 Episoden die Mindestbestellung sind sondern jetzt nur noch 8 oder weniger. Als Serienjunkie wird man sich überlegen, ob es wert, ist eine so kurze Serie sofort anzusehen, da sie vom Sender als nicht sehr Chancenreich eingestuft wird und daher sowieso bald wieder abgesetzt wird.

Vielleicht wird man ja in Zukunft noch weniger Episoden bestellen, zB 4, und strahlt diese dann als Miniserie aus. Nur bei Erfolg dieser Ausstrahlung wird dann eine Serie produziert. Bei Battlestar Galactica hat es funktioniert, der TV-Film zu Knight Rider hatte hingegen mehr Erfolg als die Serie.

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wibi44 vor 3 Jahren:Platz 6 in der Community Top-100

So richtig weiss man wohl immer noch nicht, wo man hin will. Vielleicht muss erst einmal "Lost" ausgelafen sein und "Scrubs" endgültig in die Tonne getreten, damit man auch bei ABC eine längerfristge Planung vollzieht. Im Moment sieht es so aus, als will man sich alle Seiten offen halten, weil man einfach nicht weiss, was auch nächste Season funktionieren wird.

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BethTurner13 vor 3 Jahren:

Ich finde, es ist keine gute Entwicklung, wenn die Sender sich offensichtlich immer schwerer auf neue Serienprojekte einlassen und nur noch für den sich schnell ändernden Markt "Produkte" einkaufen, die sofort einschlagen müssen und sonst eingestampft werden. Wie sich das auf die Qualität neuer Serien auswirkt, wird man in Zukunft noch sehen. Aber leider ist das wohl inzwischen die allgemeine Geschäftspraxis, tausend Dinge auszuprobieren, von denen dann eben nur ein paar funktionieren.

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NatalieMars vor 3 Jahren:Platz 79 in der Community Top-100

Ich stimme meinem Vorposter zu. Irgendwie scheint es zur Normalität zu gehören, ersteinmal alles zu kaufen, es dann so lange wie es geht, offen zu halten und dann doch die hälfte fallen lassen. Statt sich erst zu überlegen, was zu einem passt, was gut ankommen könnte. Ich versteh ja, dass sie auch nur Geld verdienen wollen, aber wir müssen drunter leiden. Wenns uns, wie mir jetzt die Serie V ziemlich gut gefällt, und die dann gekürzt wird, was jetzt erstmal nicht SO schlimm ist, oder vielleicht sogar nur 1 Staffel bekommt.

Man sollte wirklich irgendwas im Fernseh-Business verändern. Ich meine, NOCH laufen die großen Serien (Grey's, LOST, usw.) noch, aber was machen sie, wenn die alle zu Ende sind? Dann haben sie viele kleine Serien, aber nix wirklich sicheres. Bin mal gespannt wie das so weiterläuft.

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Interrogation Bear vor 3 Jahren:Platz 81 in der Community Top-100

Tha, ABC zehrt immer noch von der Season 2004/2005, in der man mit "Lost", DH und GA drei Volltreffer gelandet hat. Seitdem dem Network allerdings nicht ein wirklicher Hit mehr gelungen. Besonders bei Comedies scheint ABC kein wirklich gutes Händchen zu haben, wie ja das verzweifelte Festhalten an "Scrubs", trotz schlechter Quoten, zeigt.

ABC, FOX und CBS werden in den nächsten Jahren, mit dem langsamen Sterben ihrer ganzen Hitserien, in das gleiche Loch fallen, wie NBC nach dem Ende von "Friends", "ER", "Will & Grace", "Frasier", "The West Wing" und Anderen.

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DwightSchrute vor 3 Jahren:

Das erinnert mich irgendwie an die Praxis einiger Fussballvereine: Man kauft alles zusammen was auf dem Markt ist, nur damit es der "Gegner" nicht bekommt, egal ob man's braucht oder nicht.

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Saracen vor 3 Jahren:Platz 87 in der Community Top-100

Das Problem an Serials ist aber doch, dass sie von Anfang an erfolgreich sollten. Neue Zuschauer kommen so gut wie keine mehr dazu. Deshalb steht das Schicksal von FF für mich fest. Dass die Networks nach dem Trial and Error Prinzip verfahren ist hingegen alles andere als neu, Wer sich damit nicht abfinden kann, sollte immer erst mit Serien beginnen, wenn sie in eine 2.Staffel gehen.

Scrubs läuft zwar wahrlich nicht überragend, aber mit der Syndication verdient man wohl noch genug Geld um es kostendeckend weiterlaufen zu lassen. So verzweifelt, dass man wirtschaftlich absurde Entscheidungen trifft, ist man bei ABC kaum (schon).

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Wishmaster vor 3 Jahren:Platz 59 in der Community Top-100

Hat noch keiner angesprochen. Aber was ich am allerwenigsten verstehe ist, wie man Folgen produzieren kann, aber nicht ausstrahlen!

Es mag Gründe geben, diese Folgen nicht in den regulären Timeslots zu senden, aber dann doch bitte zumindest von mir aus mitten in der Nacht - wenn auch nur für die Fans.

Bei True Blood wurden auch nach dem Piloten noch Charaktere, sogar eine Hauptrolle (Tara Thornton), noch ausgetauscht, aber es wurde trotzdem alles gezeigt.

Aber wie man bereits sendefertige Folgen wirklich einfach nur im Regal verstauben lassen kann, ist mir unerklärlich.

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DwightSchrute vor 3 Jahren:

@ Wishmaster

Das machen die meiner Meinung nach deshalb, um die DVD's besser verscherbeln zu können. Denn was sollte das Argument sein, eine abgesetzte und womöglich nicht abgeschlossene Serie auf DVD zu kaufen, ausser dass da eben ein par unveröffentlichte Folgen drauf sind.

Was mir zu diesem Thema noch einfällt:

Ich finde es eine Unverschämtheit von deutschen Sendern, abgesetzte Serien mit offenem Ende aus USA einzukaufen (wahrscheinlich billiger) und diese dann noch dem meistens ahnungslosen Volk als absolute Serien-Highlights zu verkaufen. So z.B. geschehen bei "Invasion" und "Surface". Da werden doch die Zuschauer nach Strich und Faden verarscht! :-((

-

zuletzt geändert:11.12.2009 14:30

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Wishmaster vor 3 Jahren:Platz 59 in der Community Top-100

Die größte Enttäuschung in meinem Serien-Leben, die ich erlebt habe, war das Ende von "Las Vegas".

Der verunglückte und totgeglaubte Geschäftsführer des Casinos. Copper, taucht plötzlich bei seiner eigenen Trauerfeier in die Hände klatschend auf und die hoch schwangere (in Hauptrolle) Linda Deline hat plötzlich Schmerzen und bricht zusammen.

ENDE. Das war's. Keine Fortsetzung. Letzte Szene, letzte Staffel, letzte Episode.

Der Sender wollte keine letzte Folge mehr in Auftrag geben, trotz groß angelegter online Petition und tausenden Kindersocken, die hin geschickt worden sind aus der ganzen Welt.

Das war einfach nur eine Verarsche! Klar - es ist nur TV und alles nur Serien mit fiktiven Geschichten, etc... und ich möchte mich ja selbst nicht zu sehr darin vertiefen, aber das war schon der Hammer!

Gleich nach dem Ende von "Caroline in the City".

Über mehrere Staffeln hinweg fiebert man mit, ob es nun mit Ihr (Caroline) und Richard etwas wird beziehungstechnisch.

Und dann in der letzten Folge möchte Sie schon einen anderen Heiraten, als dann plötzlich Richard in die Kirche kommt, Sie ganz erstaunt schaut, Ihre Mutter noch sagt "Du weißt wo der Ausgang ist" und dann: ENDE, AUS.

Das mit Abstand beste und schönste Ende einer Serie hatte meiner Meinung nach "Six feet under". Da fühlt man sich als Fan der Serie wirklich "befriedigt". Sehr, sehr schön gemacht! Ein wunderbarer Ausklang.

Naja - für die Produzenten sind und bleiben TV Serien einfach Business und nicht mehr.

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Saracen vor 3 Jahren:Platz 87 in der Community Top-100

@DwightSchrute: Deine Theorie ist so nicht ganz richtig. Nicht selten wird eine Serie von einem Studio produziert, welches nicht zum gleichen Konzern gehört wie der Sender, der die Serie ausstrahlt. Wenn der Sender aber für die Episoden bereits bezahlt hat, wieso sollte er darauf verzichten diese auszustrahlen nur um dem Studio bessere DVD-Verkäufe zu ermöglichen? Mir scheint diese Unsitte allgemein eher am verschwinden zu sin. Siehe letzte Season, wo zahlreiche Sender die verbliebenen nicht ausgestrahlten Episoden im Sommer versendet haben (z.B. Kings, Eli Stone, DSM…).

Ich finde es auch doof, dass deutschsprachige Sender Serien einkaufen, denen kein längers Leben vergönnt war. Aber man sollte berücksichtigen, dass die Sender oft schon zuschlagen (müssen) bevor eine Serie in den USA so richtig eingeschlagen hat (was in diesem Jahr auf FF zutrifft) und der Misserfolg nicht vorhersehbar ist.

@Wishmaster: Las Vegas war ein besonders übler Fall, allerdings muss als mildernder Umstand hinzugefügt werden, dass auch der Streik einen nicht unwesentlichen Anteil daran hatte. Generell kann man bei länger laufenden Serien schon mit einem "runden“ Abschluss rechnen. Wenn dies einmal nicht der Fall ist, liegt dies teilweise auch an der Eitelkeit der Macher, welche eine bevorstehende Absetzung zum Staffelende hin nicht wahrhaben wollen und deshalb auf Teufel komm raus einen Cliffhanger produzieren.

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DwightSchrute vor 3 Jahren:

Bei "Back To You" war es so, dass die produzierten Folgen zwar ausgestrahlt wurden, aber chronologisch durcheinander, sodass die übergreifenden Handlungsstränge nicht mehr zueinander gapasst haben?

Wir werden wohl nie dahinter kommen was in den Köpfen der sog. "Executives" so vorgeht...

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Ponder Stibbons vor 3 Jahren:Platz 17 in der Community Top-100

@DwightSchrute: zur Ausstrahlung bereits eingestellter Serien im europäischen Raum - das was Saracen schreibt stimmt, es kann mitunter auch noch andere Gründe geben.

Die internationale Vermarktung liegt beim Studio, nicht beim Sender (daher auch die LA-Upfronts), und die verticken ihre Serien mitunter gebündelt mit Filmen. Nennen sie Volume-Output-Deal oder so ähnlich.

Wenn der Sender also die Filmrechte will, muß er mitunter in den Apfel beißen und auch die Serie schlucken. Manchmal verstauben die dann in den Regalen, manchmal nicht.

Auch Pro7 & Co müßen ihre Sendezeit füllen, und da ist ihnen aus ökonomischer Sicht die Befindlichkeit der Fans ziemlich egal.

Mitunter sind das quasi auch Packages, die an Blind-Dates erinnern

Bei Surface war es außerdem so, dass es zuerst hieß es würde verlängert, aber erst im Sommer dann doch wieder gekippt wurde. AFAIK knapp vor Drehbeginn.

Damit war das eine 50:50 Sache für Pro7

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